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    Tierische Debatte

    Tierische Debatte

    Alessandro Urzì forderte im Landtag eine Gebührensenkung für die Tierbeförderung in öffentlichen Verkehrsmitteln. Es entwickelte sich eine angeregte Debatte.

    Eine Gebührensenkung für die Tierbeförderung in öffentlichen Verkehrsmitteln forderte Alto Adige nel cuore. Für Inhaber des Südtirolpasses 65+ sollte sie unentgeltlich, für die anderen Abos günstiger sein, erklärte Alessandro Urzì.

    Derzeit müsse ein 70-Jähriger, der selbst die Strecke Bozen-Sterzing kostenlose befahren könne, für die Mitnahme seines Hundes 10,35 Euro bezahlen.?Brigitte Foppa (Grüne) unterstützte den Antrag, der übrigens ein schönes Beispiel für den heute abgelehnten Bürgerhaushalt biete. ?Gerade für Senioren sei die Mitnahme eines Hundes wichtig, meinte Andreas Pöder (BU), zumindest eine Kostensenkung sei hier sicher gerechtfertigt.

    Bernhard Zimmerhofer (STF) forderte eine Angleiche an die Tarife der Tiroler Verkehrsbetriebe, die kleine Haustiere gratis beförderten. ?Fast überall in Europa werde für die Mitnahme von Hunden Gebühren eingehoben, meinte hingegen Dieter Steger (SVP).

    Den Senioren komme man bereits mit dem Gratisabo stark entgegen.

    Sven Knoll (STF) fragte, wie viele Tiere jährlich befördert würden; bevor man so etwas beschließe, sollte man auch den Gesamtkostenfaktor kennen. Außerdem wäre auch zu berücksichtigen, wie viel Platz ein Tier beanspruche. Besser sei eine generelle Lösung, auch um Bürokratie zu vermeiden.?Für sehr viele ältere Menschen sei der Hund auch eine Lebenspartnerschaft, meinte Hans Heiss (Grüne). U

    nter diesem Aspekt sei der heutige Tarif sehr hoch. ?Eine Beförderung in einem Behälter bis zu einer gewissen Größe koste nichts, wusste Pius Leitner (F), man zahle nur für größere Hunde. Wenn man diese Frage regeln wolle, müsse man sie einfach regeln, denn sonst schaffe man nur Bürokratie.?Die Tierbeförderung werde von Region zu Region anders gehandhabt, erklärte LR Florian Mussner.

    In Südtirol gebe es auch ein Regelwerk dazu, eine Änderung des Tarifsystems sei nicht notwendig. Die Personenbeförderung sei ja für Senioren bereits gratis, kleine Hunde könnten auf dem Schoß gratis mitfahren. ?20 Euro für die Strecke Bozen-Sterzing und zurück seien doch etwas viel, erklärte Alessandro Urzì. ?Der Antrag wurde mit 12 Ja, 19 Nein bei 3 Enthaltungen abgelehnt.

    Die Sitzung wird am Donnerstag um 10 Uhr wieder aufgenommen.

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