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    Geklärter Störfall

    Luftbild_DeponieDie Ursachen zum Störfall in der Kläranlage Obervinschgau konnten inzwischen vom Landesamt für Gewässerschutz geklärt und der Verursacher ausfindig gemacht werden. Es handelt sich um einen Vinschger Betrieb, dessen Namen die Behörden nicht nennen.

    Die Ursachen zum Störfall in der Kläranlage Obervinschgau konnten inzwischen vom Landesamt für Gewässerschutz geklärt und der Verursacher ausfindig gemacht werden. Die Landesumweltagentur hat bereits Maßnahmen zur Stillegung der widerrechtlichen Ableitung eingeleitet.

    Robert Faes, Mitarbeiter des Landesamtes für Gewässerschutz der Landesagentur für Umwelt, war unmittelbar nach dem Störfall in der Kläranlage Obervinschgau zugegen, um die Ursachen zu klären, welche zur Verunreinigung führten. „Die ersten Analysenergebnisse zeigen einen Anstieg der Stick- und Kohlenstoffwerte“, erklärt Faes.

    Ob und inwieweit die Mikroorganismen im biologischen Teil der Kläranlage längerfristig beeinträchtigt seien, könne aber derzeit nicht gesagt werden. Seit Mittwoch hätten sich aber die Kohlenstoffwerte verbessert.

    Die Analysen der nächsten Tagen werden laut Faes zeigen, wie schnell die optimale Reinigungsleistung wieder erreicht werde bzw. ob weitere Maßnahmen getroffen werden müssten.

    Durch detaillierte Nachforschungen der Landesumweltagentur konnte inzwischen auch der Verursacher der Verunreinigung ausfindig gemacht werden. Die entsprechenden Maßnahmen zur Stillegung der widerrechtlichen Ableitung wurden bereits eingeleitet.

    „Dank dem schnellen Eingreifen der örtlichen Feuerwehr mit dem Einsatz von Ölbindemittel, dem anschließenden Absaugen und der fachgerechten Entsorgung der gebundenen Ölschichten konnten noch gravierendere Schäden in der Kläranlage und in den Fließgewässern vermieden werden“, betont Faes.

    In der Zwischenzeit haben die Techniker der Bezirksgemeinschaft Vinschgau die notwendigen Maßnahmen getroffen, um die Beeinträchtigung der Anlage auf ein Minimum zu reduzieren. Zusätzlich Wassermengen aus dem Staubecken Schluderns in der Gemeinde Glurns werden in die Etsch abgelassen. „Durch die erhöhte Wassermenge werden Verunreingungen im Gewässer selbst weiter verdünnt und ihre Wirkung gemildert“, heißt es aus der Landesumweltagentur.

    Den Namen des Betriebes, der den Störfall verursacht hat, nannten die Behörden zunächst nicht. Nach Informationen von TAGESZEITUNG Online handelt es sich um einen in der Handwerkerzone Burgeis angesiedelten Betrieb.

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