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    Wilder Fang

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    Das Landesamt für Jagd und Fischerei hat eine ausgebrochene afrikanische Wildkatze gefangen, deren Haltung in Italien verboten ist.

    Einer entlaufenen Wildkatze, einen halben Meter hoch und 15 Kilo schwer, war Hauptforstinspektor Andrea Ragazzoni vom Landesamt für Jagd und Fischerei seit Sonntagnachmittag auf der Spur; am Montagmittag wurde der Serval (Leptailurus serval) gefangen und in das Tierheim in der Sill gebracht. Nun wird eine Einrichtung gesucht, die über eine Genehmigung verfügt, den Serval zu halten.

     

    serval2 Die mittelgroße Wildkatze, die ausschließlich in Afrika vorkommt, hatte ein in der Gemeinde Lana wohnhafter Mann im Jahr 2012 um 21.000 Euro in Deutschland gekauft und seither in seinem Haus und in einem außen angebrachten Metallverschlag gehalten. Der Tierhalter konnte zwar Dokumente vorweisen, die dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen entsprechen (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora CITES, Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen), aber in Italien verbietet ein Gesetz aus dem Jahr 1992 die Haltung potentiell gefährlicher Tiere.

    Der knapp über drei Jahre alte männliche Serval war am Freitagnachmittag ausgebrochen und hatte seither Hauskatzen gerissen und gefressen. Am Sonntagnachmittag wurde Hauptforstinspektor Andrea Ragazzoni von einem Jagdaufseher verständigt; gemeinsam mit Carabinieri-Beamten und einer Tierärztin versuchten sie, das verängstigte Tier zu fangen, was schließlich am Montagmittag in einem Holzschuppen eines Bauernhofes wenige hundert Meter neben dem Haus des Tierbesitzers gelang.

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    Kommentare (14)

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    • Richard Steinmann

      Wie immer! Tierquäler am Werk.
      Wann wird wohl diese Versklavung der Tiere ein Ende nehmen?

      • Andreas

        Einen der 21.000 Euro für das Tier ausgibt, würde ich jetzt nicht als Tierquäler bezeichnen.
        Mal schauen wer das war, so viele wird es in Lana nicht geben die soviel Geld dafür ausgeben würden.

        • Mark P.

          Warum würdest du so einen nicht als Tierquäler bezeichnen? Nur weil er genug Geld imstande ist auszugeben um ein „wildes“ Tier zu halten? Laut deiner Theorie müßten dann ja alle die genug Geld in Tiere „investieren“ und sich jedes erdenklich gute Lebewesen kaufen alles Tierliebhaber sein? Komische Logik.

          • Andreas

            Wenn jemand so viel Geld für ein Tier ausgibt, nehme ich mal an er behandelt es einigermaßen artgerecht und will es nicht quälen.

            Auch wenn es ein Wildtier ist, bedeutet dies nicht gezwungenermaßen, dass es dem Tier bei seinem Besitzer schlechter geht als in freier Wildbahn.

            Scheinbar liegt ihm etwas an solchen Tieren und ich nehme an er bemüht sich, dass es dem Tier gut geht.

            • Mark P.

              Hast du das Tier gefragt? Was sagt es? Hat es sich wohlgefühlt oder war es nur in einem „goldenen“ Käfig?

        • Richard Steinmann

          Wer ein einzelnes, eigentlich in der Freiheit lebendes Tier einsperrt, damit er seine eigenen „Begehren“ abreagieren kann, kann nur als Tierquälerei angesehen werden.
          Woher nehmen sich die Menschen immer wieder dieses Recht? Warum nur? Woher dieses Recht fühl- und empfindsame, mit Schmerz und Leid versehene Geschöpfe so zu behandeln?

          • Andreas

            Wer eine Menschen einsperrt, nur weil er Lebensmittel klaut, weil er Hunger hat, kann nur als Menschenquäler bezeichnet werden. Woher nehmen wir uns das Recht zuzulassen, dass Vermögen so ungerecht verteilt ist und manche nichts zu essen haben und andere sich einen Porsche für 200.000 Euro kaufen?
            Warum nur?

            • Richard Steinmann

              Der große Unterschied zwischen Mensch und Tier besteht darin, dass der Mensch kollektiv an der Misere der Tierwelt die Schuld trägt. Der Mensch wählt den Vertreter den er sich verdient, das Tier bleibt in den Fängen der Menschheit, die diese Gewaltherrschaft gewählt hat oder sie zumindest akzeptiert!

    • Parteli Gila

      Alleine in einem Käfig. Nicht in seinem artgerechten Habitat. Nicht selbstständig. Abhängig vom Tierhalter. Na bitte, wenn das nicht Tierquälerei ist, was ist es dann? Ich würde dasselbe dem „Angeber“ antun. Aber leider sind die Strafen gegen Tierquälerei oder nicht artgerechten Tierhaltung zu wenig streng.

      • Andreas

        Mein erster Gedanken war, dass Sie von Asylanten schreiben.

        Ich denke die Unterbringung dieses Tieres war besser als viele Asylantenlager.
        Sind wir dann Menschenquäler?

        Auch ein Tier ist recht anpassungsfähig, also malen Sie nicht den Teufel an die Wand.

    • Ploner Helmuth

      Ich vermute mal, dass der Artikel nicht lückenlos richtig die Situation darstellt…ich kann mir auch nicht vorstellen, dass jemand soviel Geld ausgibt ( und nicht nur des Geldes wegen ) um es dann tierquälerisch zu halten…

      • Mark P.

        Ich verstehe immer noch nicht, wie du und Andreas es am Geld festmachen wollt‘ ob einer ein Tierfreund oder Tierquäler ist. Nur weil er Geld ins Tier investiert, soll er automatisch ein Tierfreund sein?
        In meinen Augen eine zweifelhafte Logik. Wie kann sich ein Mensch das Recht herausnehmen zu beurteilen, ob es einem Tier in seinem „goldenen“ Käfig gut geht.

        Es wird schon einen Grund geben, warum die Wildkatze abgehauen ist, auch wenn sie jeden Tag das feinste Filet zum Fressen bekommen hat.

    • wipptoler

      wenn ein Zoo dieses Tier mag – wäre ok
      aber
      nicht in unserem Land halten- denn ausser Spesen nichts gewesen!

    • Darwin

      Diese afrikanische Wildkatze ist nur eine Kulturfolgerin und hat das Recht ihren Landsleuten zu folgen! „“““ Erfreulich ist, daß die Südtiroler, wider anderslautenden Meldungen, sehr gastfreundlich, sogar gegenüber Tieren sind….

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