Du befindest dich hier: Home » Gesellschaft » „Begnadigte Kämpfer“

    „Begnadigte Kämpfer“

    Siegfried Steger

    Siegfried Steger

    Der Südtiroler Landtag hat am Mittwoch mit großer Mehrheit einen Antrag der Süd-Tiroler Freiheit genehmigt, mit dem die Begnadigung der Südtiroler Freiheitskämpfer eingefordert wird.

    Der Südtiroler Landtag hat am Mittwoch mit großer Mehrheit einen Antrag der Süd-Tiroler Freiheit genehmigt, mit dem die Begnadigung der Südtiroler Freiheitskämpfer eingefordert wird. „Der neue italienische Staatspräsident bekommt somit bereits an seinem ersten Arbeitstag die Aufforderung des Südtiroler Landtages, endlich die Südtiroler Freiheitskämpfer zu begnadigen“, so der Landtagsabgeordnete Sven Knoll.

    Sven Knoll

    Sven Knoll

    Angesichts der Tatsache, dass der italienische Staat in den letzten Jahren unzählige Schwerverbrecher und Terroristen begnadigt hat, sei die ausstehende Begnadigung der verbliebenen Südtiroler Freiheitskämpfer „nicht nur ein längst überfälliger Akt der politischen Gerechtigkeit, sondern vor allem ein notwendiger Akt der Menschlichkeit“!, so Knoll.

    Auf der Zuschauertribüne des Landtages saßen auch ehemalige Freiheitskämpfer, unter ihnen Sepp Mitterhofer, der nach der Feuernacht von Carabinieri-Beamten inhaftiert und schwer gefoltert wurde.

    Der Südtiroler Landtag hat den Antrag mit 27 JA-Stimmen, 6 Nein-Stimmen und 1 Enthaltung genehmigt.

    In dem Antrag heißt es wörtlich:

     „Der Südtiroler Landtag spricht sich für eine umgehende Begnadigung der verbliebenen Südtiroler Freiheitskämpfer aus und fordert den italienischen Justizminister, sowie den neuen italienischen Staatspräsidenten auf, die ausstehenden Begnadigungen der Südtiroler Freiheitskämpfer der 60er Jahre unverzüglich in Angriff zu nehmen, damit diese in ihre Heimat und zu ihren Familien zurückkehren können.“

     

     

    Clip to Evernote

    Kommentare (8)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • guy fawkes

      Auch wenn ich anerkenne, dass die Freiheitskämpfer „gute Absichten“ hatten und viel geopfert haben, muss man doch auch folgendes bedenken:
      Jemanden zu begnadigen der geflüchtet ist und sich nie der Justiz gestellt hat, ist prinzipiell schon sehr fragwürdig. Es ist jedenfalls nicht dasselbe wie wenn jemand 2/3 der Strafe abgesessen hat und im Idealfall glaubhaft Reue zeigt.

      Bitte nicht falsch verstehen: ich würde den Betroffenen und ihren Familien die Begnadigung wünschen – es ist halt aufgrund der obigen Umstände etwas viel verlangt.

    • Michl

      Diese Gewaltanwender waren durch ihre Terroraktionen wohl eher eine Gefahr, dass die Autonomieverhandlungen von Magnago scheitern. Jedenfalls hätte man mit Gewalt sicher nichts erreicht, altro che Freiheitskämpfer.

    • flarer

      Was unterscheidet die Taten der Südtiroler Freiheitskämpfer von jenen NELSON MANDELAs?

    • Gast

      Was für Opfer hat denn ein Steger gebracht? Er hat keinen einzigen Tag für seine Taten abgesessen und konnte all die Jahre unbehelligt in seinem Heimatland leben. Was will er denn mehr? Nachdem er Italien verabscheut, soll er doch draussen bleiben. Hier sehnt sich sicher keiner nach ihn.

    • Stachus

      Diese Attentäter sind im deutschen Ausland untergetaucht und haben sich so den Strafen entziehen können und sie konnten sich wohl auch hierzulande bewegen bei den offenen Grenzen. Italien hat in seiner Großzügigkeit ja auch nie die offizielle Auslieferung verlangt.
      Durch ihre ewigen Forderungen persönlicher Natur belasten sie aber seit Jahrzehnten immer wieder die die friedfertige und zivilisierte politische Landschaft Südtirols. Es reicht langsam.

    • PIZATSALAMANDER

      FREIHEIT FÜR DIE PUSTRABÜIBM;EINIG TIROL

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Kontakt

    Nach oben scrollen