Du befindest dich hier: Home » Sport » Start nach Maß

    Start nach Maß

    am ball schusterNach zweimonatiger Pause hat die regionale Oberliga ihren Spielbetrieb wieder aufgenommen. Tabellenführer St. Georgen legte eine Superstart hin.

    von Klaus Schuster

    Während der FC Südtirol weiterhin in Richtung Aufstiegsplayoff steuert und auch im fünften Spiel nach Weihnachten nicht nur ungeschlagen blieb, sondern sogar mit einem Sieg aus Monza zurückkehrte, gab es zum Auftakt der Rückrunde in der regionalen Oberliga sieben Heimsiege und nur einen Auswärtssieg.

    Diesen Auswärtserfolg holte sich standesgemäß der Tabellenführer aus St. Georgen, der in Brixen 2:1 gewann. Die Revanche für die einzige Niederlage in der Hinrunde ist also gelungen!

    Nach einem Start nach Maß wurde es am Ende aber noch ziemlich eng und man konnte sich bei Torwart Pietersteiner bedanken, der in der 86. Minute einen, großzügigen, nach einem Foul am jungen, laufstarken Ivan Angerer, verhängten, Elfmeter parierte.

    Bis zum Brixner Anschlusstreffer war den Pusterern der Spielverlauf sehr entgegen gekommen. Sie gewannen die Platzwahl und die Brixner mussten in der ersten Spielhälfte gegen die tiefstehende Sonne spielen.

    Schon nach zwei Min. waren sich Abwehrspieler Prosliner und Torwart Simon Mair bei einem langen Ball uneinig und Schwingshackl traf glücklich zum 1:0. Dann waren die Spielanteile verteilt, die St. Georgener spielten mit einem 4:3:3, während Brixen aus einer 3:4:1:2 Grundformation agierte. Ausgerechnet Martin Ritsch, der Brixner in den Reihen der St. Georgener sorgte mit einem Freistoß in die Mitte des Tores, bei dem der von der Sonne geblendete Torwart keine glückliche Figur machte, für die vermeintliche Vorentscheidung.

    Im 2. Abschnitt versuchten die abgezockten St. Georgener mit ihrer Mischung aus, mit allen Wassern gewaschenen, erfahrenen Spielern und jungen Talenten den Erfolg über die Zeit zu bringen. In der ersten Viertelstunde gelang es ihnen das Spiel einzuschläfern, aber dann staubte der, eben erst eingewechselte Christian Vecchio zum Anschlusstreffer ab und von nun an waren die Brixner hellwach. Sie erarbeiteten sich mehrere gute Chancen auf den Ausgleichstreffer, die größte davon war der, schon beschriebene, von Andi Priller getretene, Elfmeter.

    Die letzten 20 Min. des Spiels müssten aber den Verfolgern des Tabellenführers Hoffnung geben. Da wirkte der Tabellenführer alles andere als souverän. Obwohl man sich den Luxus leisten konnte, Senoner erst kurz vor Schluss einzuwechseln, war die Mannschaft von Coach Patrizio Morini nur mehr darauf bedacht das Spiel zu zerstören und schoss die Bälle planlos nach vorne. Es kam zu mehreren brenzligen Situationen im St. Georgener Strafraum. Aber mit dem Quäntchen Glück, das Brixen bei seinem Sieg im Hinspiel hatte, brachte man die drei Punkte ins Trockene.

    Alle anderen 7 Spiele endeten mit Heimsiegen. Dabei überraschte vor allem der klare Sieg der Salurner, die ihren vierten Sieg in Folge einfuhren und damit bewiesen, dass Trainerwechsel mitunter auch eine belebende Wirkung haben können.

    Während Tramin erwartungsgemäß gegen Ahrntal die Oberhand behielt und Eppan gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten Fersina einen Pflichtsieg landete, mussten St. Martin und der Bozner FC ohne Punkte die Heimreise aus dem Trentino antreten.

    Immer dünner wird die Luft für den FC St. Pauls, der weiterhin mehrere verletzte Spieler zu beklagen hat und beim Tabellendritten Virtus DB mit 0:3 den Kürzeren zog.

    Am nächsten Wochenende empfängt St. Pauls mit dem SC St. Georgen wieder ein Spitzenteam, während es bei den Südtiroler Derbys zwischen dem Bozner FC und Eppan sowie St. Martin gegen Salurn zu richtungweisenden Duellen in der Abstiegsfrage kommt.

     

     

    Clip to Evernote

    Kommentare (4)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • Mark P.

      „Nach einem Start nach Maß wurde es am Ende aber noch ziemlich eng und man konnte sich bei Torwart Pietersteiner bedanken, der in der 86. Minute einen, großzügigen, nach einem Foul am jungen, laufstarken Ivan Angerer, verhängten, Elfmeter parierte.“

      Ist das Glas halbleer oder halbvoll? ;D Wenn dann kann man sich bei der ganzen Mannschaft bedanken. Denn wenn Pietersteiner nicht einen Fehler zum 1:2 macht (einen Schuß – der zudem nicht gerade nach einem Knaller aussah – nach vorne statt seitlich abprallen lassen ist ein Torwartkardinalfehler) dann steht es immer noch 0:2 für die Brunecker 😛

    • PROF:

      Fehler hin oder her,wenn ein Torwart fast am Ende der Spielzeit einen Elfmeter pariert und so den Sieg rettet,ist er der grosse Held.

      • Mark P.

        Ojeee…. Herr PROF:… Nicht immer sooo bierernst. 🙂

      • Mark P.

        …denn das mag durchaus stimmen, aber ich muß nicht mit dem Strom schwimmen und alles gutheißen, was die Allgemeinheit mit Platitüden, Ausrufen oder Klischees in die Welt hinausschreit.
        Solche Pressephrasen schämlern die Leistung der anderen 10 bzw. in dem Spiel 9 die sich auf dem Feld die Lunge aus dem Leib laufen und zum Sieg beitragen. 🙂

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Kontakt

    Nach oben scrollen