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    „Reden & Zuhören“

    „Reden & Zuhören“

    Andreas Pöder reagiert auf den TAGESZEITUNG-Artikel über die Redebeiträge im Landtag – und bricht eine Lanze für seine schweigsamen Politiker-Kollegen.

    „Normalerweise schweigt man und genießt, wenn man als Abgeordneter in einer Zeitung in der Statistik besser wegkommt als andere Landtagskollegen“, sagt Andreas Pöder. Der Abgeordnete der BürgerUnion scheint in der TAGESZEITUNG-Auflistung unter den fünf Abgeordneten mit den meisten Redebeiträgen im Südtiroler Landtag im ersten Jahr der laufenden Legislatur auf.

    Die Zahl der Redebeiträge allein sei jedoch nicht aussagekräftig genug für die Arbeitsleistung der Abgeordneten im Landtag, meint Pöder.

    Der Abgeordnete schreibt: „Ich halte es für wichtig, das medial solche Statistiken präsentiert werden, allerdings fühle ich mich als einer der dienstälteren Abgeordneten auch verpflichtet, die meisten jener Abgeordneten, die in der Statistik als Wenig-Redner aufscheinen, in Schutz zu nehmen. Auch die meisten jener Abgeordneten, die in der Auflistung als Wenig-Redner im Landtag aufscheinen, arbeiten in den Gesetzgebungsausschüssen und in der Vorbereitung von Anträgen sowie von Anfragen sehr aktiv mit und natürlich auch im Rahmen von Bürgerkontakten und der Erledigung von Anliegen, die von Bürgern vorgebracht werden. Zudem haben eine Reihe von Abgeordneten auch andere Zusatzfunktionen im Präsidium oder Regierung.

    Natürlich gibt es Abgeordnete, die redegewandter und auch erfahrener sind als andere und oft auch aufgrund ihrer Rolle als Fraktionssprecher oder in mehreren Sachbereichen tätige Abgeordnete mehr reden als andere.

    Auch die Auflistung der Präsidiumsmitglieder, allen voran von Präsident Thomas Widmann als Wenig-Redner im Landtag täuscht: Der Präsident leitet die Sitzung und hat deshalb natürlich schon rein institutionell kaum Möglichkeiten sich als normaler Abgeordneter zu Sachthemen zu Wort zu melden. Die Präsidiumsmitglieder haben ebenfalls im Rahmen der Plenarsitzung des Landtages andere Aufgaben, die es ihnen nicht so ohne weiteres zu jeder Zeit ermöglichen, sich zu Sachthemen zu Wort zu melden.

    Zudem sind manche Abgeordnete als Regierungsmitglieder oder Mitglieder im Regionalausschuss oder Regionalratspräsidium zusätzlich mit Aufgaben bedacht, die dann die Zahl der Redebeiträge im Landtagsplenum nach unten drückt.

    Aber natürlich sind die Debatten im Landtag ausbaufähig, das Reden und auch das Zuhören sollte im Landtag noch verstärkt werden. Auch das gehört zur Aufwertung des Landtages, die wir alle wollen.“

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