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    Buam holen Italienpokal

    CoppaItalia-RittnerBuamDer Italienpokal bleibt auf dem Ritten. Dan Tudin & Co. besiegten am Sonntag Mailand nach einem „Finale Furioso“ mit 4 zu 2 Toren.

    In Italien muss man Prioritäten setzen; zumindest wenn es nach dem staatlichen Fernsehen geht, das lieber ein Hallenfußballspiel zwischen Pescara und Asti zeigte, als das Finale des Italienpokals zwischen Ritten und Mailand. Da sich die Liveübertragung des hochinteressanten Gekickes bis ins Elfmeterschießen hinzog, mussten viele verärgerte Südtiroler Eishockeyfans das erste Drittel sausen lassen und erst im Mitteldrittel auf den Genuss von Fernsehbildern warten.

    So verpassten sie das 1:0 durch Dan Tudin nach knapp 4 Minuten durch einen klassischen Bauerntrick und den Ausgleich nach etwa 10 Minuten durch Tomaso Terzago, der sich vor Fabian Weinhandl befindend ins linke Kreuzeck traf. Während die ersten 5 Minuten den Buam gehörten, wurde das Spiel zunehmend ausgeglichener. Aber es war zu erwarten, dass es nicht eine Kopie des Donnerstagspiels werden würde.

    Das wurde besonders im Mittelabschnitt deutlich, wo Mailand weitaus offensiver und aggressiver zu Werke ging und in zwei Überzahlsituationen die Buam im eigenen Drittel einschnürten. Auch sonst ging dieses Mitteldrittel nach Punkten an Mailand, denn sie hatten mehr Torchancen als die Rittner, die nur wenige Male gefährlich vor Alex Caffi auftauchten. Tore fielen jedoch keine und die zahlreichen Fans in Mailand freuten sich schon auf das dritte Drittel.

    Ramsey-Teofoli-Tesini (2)Den ersten Knackpunkt des Spiels bescherte gleich die zweite Spielminute im Schlussdrittel. Mailand bekam wegen zu vieler Feldspieler eine Strafe aufgebrummt und nach nur 18 Sekunden hämmerte Ingemar Gruber die Scheibe von der blauen Linie durch die Beine des verdutzten Caffi. Jetzt musste Mailand das Spiel machen. Mit Verstreichen der Zeit wurden die Angriffsbemühungen der Hausherren jedoch immer hektischer und auch das Powerplay nach 12 Minuten war nicht mehr so erdrückend. Dann wurde es richtig dramatisch: 7 Minuten vor Schluss schließt Luca Felicetti  einen Konter mit etwas Glück ab, denn der abgefeuerte Puck prallt von Caffis Schulter über die Torlinie.

    Ganze 35 Sekunden später gibt es wieder zwei Ausreißer.

    Simon Kostner bedient Ingemar Gruber und der Meraner macht per Rückhand sein zweites Tor in diesem Drittel. Das Ding schien gegessen, doch Mailand schlug postwendend zurück und kam durch seinen Topscorer Vallorani 17 Sekunden später zum 2:4. Die Dramatik stieg nochmals, als Ritten 4:30 Minuten vor Schluss wegen zu vieler Feldspieler in Unterzahl geriet.

    Hier hätte Dan Tudin die Riesenchance zum Unterzahltor gehabt, nachdem er im Angriffsdrittel einen Querpass abgefangen hatte und alleine vor Caffi in bester Penaltymanier auftauchte. Diesmal gab es jedoch kein Vorbeikommen. 90 Sekunden vor Schluss machte Caffi für einen sechsten Feldspieler Platz und Maliand warf nochmal alles nach vorne, doch es blieb beim 4:2 und die Buam beenden die Mission Pokaltitelverteidigung erfolgreich.

     

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