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    Bischof auf der Rodel

    Beim Wintersporttag der Diözese in St. Nikolaus in Ulten zeigte sich auch Bischof Ivo Muser von seiner sportlichen Seite.

    Bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel fand am Montag in St. Nikolaus / Ulten der diözesane Wintersporttag statt. Die Tagesbestzeiten wurden gerecht aufgeteilt zwischen einer Ordensfrau (Langlauf), einem Priester (Rodelrennen) und einem Laien (Riesentorlauf).

    Erstmals wurde beim diözesanen Wintersporttag nur mehr zwischen den Kategorien „Junioren“ und „Senioren“ unterschieden. Manche sahen die Frauen damit benachteiligt, doch die Salvatorianerin Lia Battisti hat alle eines besseren belehrt – sie war die schnellste auf der Langlaufloipe und lief mit der Tagesbestzeit von 10 Minuten, 50 Sekunden allen anderen auf und davon.

    Vor allem dank ihrer eindrucksvollen Technik konnte sie sich mit einem Vorsprung von 5 Sekunden vor Josef Gschnitzer, Leiter der Seelsorgeeinheit Toblach, platzieren. Auf den Plätzen folgten der Kooperator von Mals, Josef Augsten, auf Platz vier Hugo Senoner, Pfarrer von Mühlbach und Spinges, und Andreas Perathoner, Seelsorger in Corvara.?Beim Rodelrennen am Albllift in St. Nikolaus mussten 100 Höhenmeter zurückgelegt werden.

    Bildschirmfoto 2015-01-26 um 17.33.13In der Kategorie „Junioren“ kam es dabei zu einem spannenden Hundertstel-Krimi, den Paul Schwienbacher, Pfarrer von Schluderns, mit einer Zeit von 51,39 Sekunden für sich entscheiden konnte. Nur 29 Hundertstel länger benötigte der Privatsekretär von Bischof Muser, Michael Horrer, während Josef Augsten, Kooperator in Mals, 49 Hundertstel länger auf der Strecke war.

    In der Kategorie „Senioren“ ging Bischof Ivo Muser an den Start. Während er vor allem in der oberen Hälfte mit einer guten Zwischenzeit für große Freude bei den Fans im Zielbereich sorgte, verlor er im unteren Abschnitt deutlich und musste sich mit Platz 5 zufrieden geben. Gewonnen hat in dieser Kategorie mit deutlicher Tagesbestzeit Franz Messner, der Pfarrer von Schnals. Auf die Plätze 2 und 3 kamen der Dekan von Sterzing, Josef Knapp, und die Tertiarschwester Mirjam Volgger.

    Beim Riesentorlauf auf der Schwemmalm holte sich der Pfarrer von Schnals, Franz Messner, seine zweite Goldmedaille. In der Kategorie „Senioren“ ließ er mit einer Zeit von 55,84 Sekunden deutlich seine Mitstreiter hinter sich. Der Pfarrer von Haslach, P. Hermann Kaiser, erzielte den zweiten Platz, während die Bronzemedaille an Josef Torggler, dem Referenten für die Studentenseelsorge, ging. In der Kategorie „Junioren“ erzielte der Leiter des Presseamtes, Martin Pezzei, die Tagesbestzeit.

    Über den hervorragenden zweiten Platz konnte sich der um 17 Jahre ältere P. Peter Unterhofer freuen; den dritten Podestplatz erzielte Markus Atz vom DIUK.

    Am Nachmittag fand die Preisverteilung im Vereinshaus in St. Nikolaus statt, wo einmal mehr den Veranstaltern für die gelungene Organisation gedankt wurde – der Pfarrei St. Nikolaus und dem Alblteam, dem Amateur Rodel-Club St. Walburg und dem Amateursportverein Ski- Club Ulten – Langlauf.

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    Kommentare (23)

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    • Urban

      Der Staat im Staat auf Rodeltournee im „Letzten Tal“ – Val d’Ultimo.

    • Schw. Glorinda

      Wenigsten die Kirche selber sollte mit guten Beispiel vorangehen und die Ausflüge des Personals getrennt nach Geschlecht organisieren. Es wird schon sein, dass diese Leute der Unkeuschheit abgeschworen haben, aber die Versuchung der Fleischeslust ist ein Teufelswerkzeug und ist immer gefährlich.

    • Serafin

      Ausflug der otto per mille (Acht Promille)-Empfänger.

      • Xaver

        Gebt die Acht Promille bei der Steuererklärung dem Staat (=Land), der kommt für die Allgemeinheit auf und nicht der Kirche, die verteilt nur den Segen, von dem man nicht leben kann und auch sonst werden immer nur Opfergaben und Spenden verlangt, dabei ist sie steinreich, die Kirche.

    • wert

      Isch des notwendig ,dass man den Mensch täglich in irgend einem Medium sieht ?

    • Ploner Helmuth

      @wert: für diesen Bischof unbedingt! Als Sympathieträger schlechthin ergötzen sich viele an seinem Anblick und an seinen gloriosen Gedanken; nebenbei ganz im Sinne des Tagblattes der Südtiroler…

    • Rasputin

      Was sagt der Handelskammerpräsident zu dieser sehr gefährlichen Sportart, ausgeübt von Seinesgleichen, nämlich von christlichen Funktionären? Die Frauen und Männer Gottes werden hoffentlich eine Zusatzversicherung für Risikosportarten haben ?

    • Trotzky

      Superartikel; und so immens wichtig . . . und noch ein Nachtrag, bei mir im Gang ist heute der Besen umgefallen!!

    • Garuda

      Wem interessiert denn das Bitte?

      Die können doch rodeln, skifahren oder mit dem allerwertesten die Piste runterrutschen, das interessiert nun wirklich keinen Menschen; außer die selbstherrlichen Typen selbst, wenn sie sich einmal mehr in der Zeitung sehen.

    • Garuda

      Verlogenes, bigottes, doppelzüngiges Kirchenpack.

    • Arnold

      Hat er nichts besseres zu tun, Kranke und Arme besuchen steht in seinen Aufgaben, nicht Rodel fahren, Landtag besuchen und wahrscheinlich Geld zählen.

    • Garuda

      Interessantes Detail am Rande: Während ganz Europa und die halbe Welt der Befreiung von Auschwitz gedenkt, gehen die Herren und Damen der Diözese zum Wintersporttag.

      Aber das sagt ja einiges: Pius XII. hat zum Holocaust bedächtig geschwiegen, die Südtiroler Kirche bzw. deren Vertreter haben zwischen 1945 und 1950 über die Rattenroute einer Unmenge an Nazischergen und Naziverbrechern zur Flucht über die Alpen nach Genua und Rom verholfen, wo sich die Verbrecher mit Pässen des Roten Kreuzes und dem Segen der Kirche nach Südamerika verschiffen ließen.

      Man lese das Buch des Historikers Gerald Steinachers.

    • checker

      Ich möchte hier ein Statement abgeben:
      Wenn die Aussage von Herrn Muser stimmt, dass er sich über Kommentare im Internet beschwert hat, dann möchte ich ihm Folgendes raten:
      – Es stimmt, auch in Onlineforen sollte ein Umgangston gepflegt werden

      Ich wundere mich allerdings schon, was ein Kirchenoberhaupt dazu bewegt sich in derart turbulenten Zeiten auf das „Problem freie Meinungsäusserung“ im Internet einzugehen.
      Der Bischof soll sich gefälligst um wichtigere Themen und Aussagen kümmern, die da wären:

      – Korrupte, stehlende und versagende Politiker (hat man beim Rentenskandal was gehört?)
      – Die Arbeitslosigkeit
      – Mangelnde Perspektiven in Lande
      – Eine verarmende Mittelschicht
      – Drohende Konflikte
      – Usw. Usw.

      Aber wie es immer schon war und auch jetzt wieder der Fall ist, kümmert sich die Kirche nur scheinbar um das
      Wohlergehen der Menschen, jedenfalls nur solange, bis die eigene Macht in Frage gestellt wird.
      Kein Wunder, dass die Leute diesen Scheinheiligen den Rücken kehren.
      Bin jedenfalls froh, mich endlich aus dieser Clique ausgeklinkt zu haben und führe ein freies und glückliches Leben.

      Wir werden weiterhin im Internet schreiben!!

      • Alleluja

        Die guten alten Zeiten sind für die katholische Kirche halt auch vorbei, wo man jeden der etwas an der Kirche zu kritisieren hatte, gleich auf den Scheiterhaufen öffentlich verbrennen konnte.

      • Garuda

        @checker

        Sollte das wirklich stimmen, dass Herr Muser sich beschwert hat, dann ist das der Gipfel der Frechheit, wo doch die Kirche doch jahrhundertelang eines der engmaschigst geknüpften Geheim- und Spitzelsysteme hatte.

        Selbst Pius X., der heilige Papst, hat ein regelrechtes Denunziantentum in der katholischen Kirche installiert, wo bis heute unter vorgehaltener Hand, in anonymen Anschuldigungen und Denunziationen jeder jeden in Verruf bringt, anschwärzen und rauseckeln kann.

        Man denke nur an die Weihnachtsansprache Franziskus vor den Kardinälen und der Kurie: Deutlicher kann man es nicht sagen. Und nun sollte Herr Muser sich beschweren wegen der anonymen Beiträge hier in den Südtiroler Online-Foren?

        Aufregen kann sich nur jemand, dem unbegründet Dinge unterstellt werden, von Rufmord will ich hier gar nicht schreiben, denn dafür ist die katholische Kirche bekannt, dass sie zuerst in der Beichte erfahren hat, was Leute so treiben und dann wurde der Ruf von wievielen Frauen zerstört? Uneheliche Kinder? Hexen? KetzerInnen?

        Das ist das wahre Verständnis von Meinungs- und Religionsfreiheit der katholischen Kirche.

        Ich sage nur eines, Herr Muser, JE SUIS CHARLIE

    • Evelin

      Nachdem was diese religiöse Organisation im Laufe der Geschichte so alles „geleistet“ hat, kann sie ein Holocaust wahrscheinlich auch nicht mehr besonders beeindrucken: http://de.wikipedia.org/wiki/Kriminalgeschichte_des_Christentums

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