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    Die Top-10-Plätze

    Das Podium der Damen (Foto: Christian Manzoni)

    Das Podium der Damen (Foto: Christian Manzoni)

    Das Verfolgungsrennen der Damen in Antholz gewann am Samstag die Weißrussin Darya Domracheva. Karin Oberhofer und Dorothea Wierer kamen unter die Top Ten.

    Nach Simon Schempp hat auch Darya Domracheva ihren Doppelschlag beim Biathlon-Weltcup in Antholz perfekt gemacht.

    Nur einen Tag nach ihrem Sieg im Sprint ließ die Weißrussin auch im Verfolgungsrennen nichts anbrennen. Sie feierte ihren 22. Weltcupsieg.

    Darya Domracheva zeigte in Antholz am Samstag deutlich auf, dass sie nicht zu Unrecht die amtierende Verfolgungs-Olympiasiegerin ist.

    Mit einem beeindruckenden Alleingang rund um die Südtirol Arena und einer nahezu makellosen Leistung am Schießstand (1 Fehler) ließ sie keine Zweifel an ihrem zweiten Tagessieg aufkommen. Die Ausnahmeathletin aus Minsk gewann in einer Zeit von 30:58,5 Minuten.

    An der Spitze des Verfolgerfeldes behauptete sich die Russin Daria Virolaynen, die vom elften auf den zweiten Platz vorpreschte. Nach einem Fehler am Schießstand passierte sie mit einem Rückstand von 1:21 Minuten die Ziellinie. Hinter Virolaynen entwickelte sich ein mitreißendes Duell um Platz drei zwischen Kaisa Mäkäräinen und der Deutschen Franziska Hildebrand. Dieses entschied die erfahrene Finnin trotz fünf Schießfehler am Ende mit hauchdünnem Vorsprung für sich.

    Oberhofer und Wierer trösten sich mit Top-Ten-Platz

    Dorothea Wierer (Foto: Manzoni)

    Dorothea Wierer (Foto: Manzoni)

    Lange Zeit sah es sogar aus, als ob eine Südtiroler Lokalmatadorin den Sprung aufs Podium schaffen würde. Dorothea Wierer kam als Drittplatzierte zum letzten Schießen, zielte dann allerdings zwei Mal daneben und gab eine mögliche Spitzenplatzierung noch aus der Hand. Am Ende musste die 24-jährige aus Antholz mit Rang zehn Vorlieb nehmen.

    Zwei Plätze vor Wierer reihte sich Karin Oberhofer ins Klassement ein. Die formstarke Feldthurnerin ging als Fünfte des Sprintrennens in die Loipe, lag dann sogar zwischenzeitlich auf dem zweiten Rang, ehe sie Position um Position einbüßte. Mit einem finalen Kraftakt schaffte sie es am Ende noch auf Platz acht und konnte sich, genauso wie ihre Teamkollegin, mit einer Top-Ten-Platzierung trösten.

    Karin Oberhofer (Foto: Manzoni)

    Karin Oberhofer (Foto: Manzoni)

    Die beiden weiteren „Azzurre“, die sich für das Verfolgungsrennen qualifiziert hatten, platzierten sich im hinteren Feld. Die Ridnauntalerin Federica Sanfilippo beendete den Bewerb nach vier Fehlschüssen an Position 44, Nicole Gontier aus dem Aostatal schoss gleich fünf Mal daneben und kam schließlich als 46. ins Ziel.

    Ergebnisse Weltcup Antholz (Samstag, 24. Januar 2015)

    Verfolgungsrennen Frauen, 10 km

    Darya Domracheva (BLR) 30:58,5 Minuten (1 Fehlschuss)
    Daria Virolaynen (RUS) +1:21,0 (1)
    Kaisa Mäkäräinen (FIN) +1:29,0 (5)
    Franziska Hildebrand (GER) +1:29,3 (1)
    Marie Dorin Habert (FRA) +1:38,0 (2)
    Susan Dunklee (USA) +1:40,8 (1)
    Jana Gerekova (SVK) +2:00,2 (2)
    Karin Oberhofer (ITA/Feldthurns) +2:03,1 (3)
    Franziska Preuss (GER) +2:06,8 (3)
    Dorothea Wierer (ITA/Rasen) +2:13,0 (2)
    Die Stimmen zum Rennen:

    Darya Domracheva, Siegerin:

    „Es war heute nicht einfach, denn ich hatte ständig das Gefühl, dass viele Gegnerinnen hinter mir liegen. Natürlich bin ich sehr froh, dass ich auch die Verfolgung für mich entscheiden konnte. Ich habe heute schnell und gut geschossen. Aber ich lege derzeit beim Schießen viel Wert darauf, ein sauberes Bild zu schießen. Ich bleibe nach dem Weltcup hier in Antholz. Meine Familie kommt mich besuchen und sie werden hier in der Umgebung Alpin Skifahren. Ich freue mich darauf, ein wenig Zeit mit meinen Lieben zu verbringen.

    Daria Virolaynen, 2. Platz:

    „Dieses Podium ist das schönste Geschenk, das ich mir heute zu meinem Geburtstag hätte machen können. Auch der Präsident unseres Verbandes hat heute Geburtstag, deshalb ist es auch für ihn ein schönes Geschenk, genauso wie für meine Teamkollegen und meine Familie. Heute Morgen bin ich mit einem guten Gefühl aufgewacht und ich habe natürlich daran geblaut, dass ich es noch auf das Podium schaffen könnte.“

    Kaisa Mäkäräinen, 3. Platz:

    „Nach dem letzten Schießen habe ich mir selbst gesagt, dass ich jetzt einfach alles geben muss, um noch so weit als möglich nach vorne zu kommen. Bei der letzten Abfahrt habe ich dann Franziska (Hildebrand, Anm. d. Red.) vor mir gesehen und noch einmal alles aus mir herausgeholt. Ich werde nach diesem Weltcup nach Hause fliegen. Vielleicht nehme ich am Wochenende an den finnischen Meisterschaften über 10 km in der freien Technik teil. Ich weiß es noch nicht so genau, möglicherweise lege ich auch eine Pause ein, um ausgerastet nach Nove Mesto zu kommen.“

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