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    Magda gibt auf

    Magda gibt auf

    Die SVP-Politikerin Magdalena Amhof gibt sich in ihrem Kampf um die Frauenquote geschlagen. Damit bleibt Trentino-Südtirol die einzige Region Italiens, in der das staatliche Gesetz nicht umgesetzt wird.

    Von Matthias Kofler

    Das römische Parlament hat im Jahr 1992 ein Gesetz verabschiedet, das eine verpflichtende Frauenquote für die Wahlen zum Gemeinderat vorsieht. „Die Gesetzesbestimmungen wurden mittlerweile in allen Regionen Italiens umgesetzt“, erklärt der Grüne Hans Heiss, „mit Ausnahme der Region Trentino-Südtirol.“

    Laut Staatsgesetz muss ein Wähler, wenn er zwei Vorzugsstimmen vergibt, eine der beiden Stimmen einer Frau geben. Ansonsten wird die zweite Stimme gestrichen. Damit soll die Ausgewogenheit der beiden Geschlechter in den Gemeinderatsstuben und in den Gemeinderegierungen sichergestellt werden.

    In der Gesetzgebungskommission des Regionalrats liegt derzeit ein Entwurf der PD-Abgeordneten Sara Ferrari auf, mit dem auch im Trentino die „geschlechtergerechte doppelte Vorzugsstimme“ eingeführt werden soll. In Südtirol soll hingegen alles beim Alten bleiben. „Es kann nicht sein, dass kurz vor den Wahlen in einer Provinz eine diesbezügliche Regelung eingeführt wird“, begründet Andreas Schatzer das Nein des Gemeindenverbandes. Dadurch würden große Unsicherheiten geschaffen.

    Der Beirat für Chancengleichheit will sich damit aber nicht abspeisen lassen. Auf einer Dringlichkeitssitzung, an der auch die beiden Abgeordneten Magdalena Amhof und Brigitte Foppa teilgenommen haben, wurde noch einmal die Forderung nach einer Frauenqote deponiert. „Diese Maßnahmen sind notwendig, um einerseits die Sichtbarkeit der Kandidatinnen und andererseits ihre Wahlchancen, zu erhöhen“, erklärt Präsidentin Ulrike Oberhammer.

    Magdalena Amhof ist selbst Vorkämpferin für eine verpflichtende Frauenquote. Die SVP-Politikerin will dem Beirat für Chancengleichheit aber keine falschen Hoffnungen machen. „Die starke Obstruktion und die konträren Meinungen innerhalb der Regierungsmehrheit werden dazu führen, dass der Gesetzesentwurf nicht rechtzeitig in die Aula kommen wird“, sagt Magdalena Amhof. Damit werde die Frauenquote bei den Gemeinderatswahlen im Mai wohl nicht zum Tragen kommen.

    Die SVP-Politikerin hatte gehofft, per Abänderungsantrag zum Ferrari-Entwurf eine Ausweitung der Bestimmungen auch auf Südtirol durchzusetzen. Dazu wird es nicht mehr kommen, bedauert Magdalena Amhof. „Das ist schade, denn wir sind noch weit entfernt von einer geschlechtergerechten Besetzung der Gemeindegremien.“

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    Kommentare (40)

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    • Andreas

      Der Anteil der Wähler ist ca. 50/50.
      Eine Quote wäre ein Armutszeugnis fùr Frauen, da Sie anscheinend gezwungen werden müssen, das eigene Geschlecht zu wählen.
      Widerspricht dies eigentlich nicht den Grundsätzen der Meinungsfreiheit?
      Obwohl, man könnte ja eine Quote für rothaarige Frauen einführen, gefärbt gilt aber nicht, denn die sind meiner Meinung nach in der Politik unterrepräsentiert. Das mit dem Verbrennen dieser, haben wir in der Zwischenzeit ja aufgegeben, es wird also Zeit, dass sie voll in die Gesellschaft integriert werden und sie auch in der Politik präsent sind.
      Der Umstand, dass so wenig rothaarige in der Politik sind, lässt darauf schließen, dass sie diskriminiert werden.

      Oder Quoten nach sexueller Orientierung, wir wollen doch niemanden deshalb ausgrenzen…. 🙂

      Der Zeitgeist ist manchmal recht amüsant.

      • walter

        Wo kämen wir hin wenn jede Gruppe eine Quote bekäme?
        Dann könnte noch der Franz daher kommen und eine Quote für Schwule fordern!!! 🙂

        • Franz

          Wenn es nachmir gehen würde, würde ich die Schwulen abschaffen. 🙂
          Walter warst Du schon auf der Tankstelle .>( Zapfhahn ) oder bei der Bäckerei , nach fragen ob es warme Berliner gibt ? bzw. ob die Jungs schon da sind . 🙂

          • Armin

            Du bist schwul,hast dich aber nie getraut es auszuleben.Armes Würstchen

            • Franz

              Wenn ich schwul wäre hätte ich mich von Joseph Nicolausi, Psychotherapeut aus den USA.behandeln lassen oder wäre Herrenschneider geworden. Nach Freuds These.
              Nicolaus Spezialitaet ist es, Leute mit homosexuellen Neigungen so zu therapieren, dass sie sich in die heile Welt der heterosexuellen Beziehung einfuegen koennen, deren Happy End und Kroenung ja bekanntlich die Ehe mitsamt dem ihr entspriessenden Nachwuchs ist, Vorbei sind die Zeiten, in denen Homosexuellen nichts anderes uebrigblieb, als mit ihren pathologischen Neigungen zu leben oder dem Tip des Herrn Freud zu folgen, der meinte, Homosexuelle taeten am besten daran, ihre fehlgeleiteten Triebe zu sublimieren. Seine Vorschlaege dazu, wie diese Sublimierung von statten gehen koennte, waren ja durchaus konstruktiv. Der maennliche Homosexuelle – so meinte er – koennte sich zum Beispiel als Herrenschneider betaetigen und bei dieser Taetigkeit seine Triebe auf eine der Gesellschaft nuetzliche Weise befriedigen.

        • Andreas

          @walter
          Eine Quote für die Randgruppe Schwachköpfe würde Dir aber zu Gute kommen, überleg Dir nochmals Deine Meinung.

      • Einer wie ihr

        ….und als nächstes soll die Männerquote eingeführt werden. Bei den Krankenpflegern und Kindergartenonkels, Frisör, Sekretär, Sprengel….
        ach ja und absofort verlange ich dass auch Männer Kinder kriegen können, einen Vater-Kindpass bekommen, Kleinkinder stillen können.. Bei Trennungen und Scheidungen sollen grunsätzlich Männer das Sorgerecht und die Wohnung behalten .. ah nur das Gebähren sollen die Frauen machen, ist nicht so angenehm.

        Man kann alles übertreiben, jeder hat seine Fähigkeiten und Stärken und Schwächen. Diese sollen an erster Stelle kommen und nicht eine Quote.
        Diese Emanzen sind frustrierte Frauen die mal ne schlechte Erfahrung gemacht haben.Gehört eben dazu im Leben.!

      • Herbert

        Die politischen Ämter demnächst verlosen.

    • Seppl P

      Amhof ist für die Frauenquote? Klar, als Quotenfrau!

    • mabuse

      des isch olm leicht aufgeben – BRAVO – ober wos soll a frauenquote – des isch (entschuldigung in ausdruck) wia die behindertenquote – entweder man isch faehig und kimp weiter oder man solls lossen – besser als a frauenquote war dass sie sich einsetzt dass net lei de weiter kemmen mitn richtigen parteibuch!!!!!!!!!1

    • echter sepp

      Ja nun wird uns schon vorgeschrieben wen wir wählen müssen und das wir 2 Stimmen geben müssen, und wenn mir nur einer sympatisch ist was dann, dann gar nicht wählen gehen

    • Josef. J

      Die „Chancengleichheit” sollte sich auf das Einkommen begrenzen, es ist für Männer unwürdig zuzuschauen wie Frauen welche die selbe Leistung erbringen um ca. 30 % weniger erhalten.

      Das sollte ein Thema sein und nicht diese ewig gestrige Quote!

    • Kassandra

      Wir sehen wieder einmal: Südtirol ist nicht Italien. Zum Glück.

    • Margherita

      Die Autonomie ist ein klares Hindernis auf den Weg in die Zukunft! Schon einmal hat man die Einführung der Mittelschule über die Autonomie verhindern wollen, musste dann schließlich doch nachgeben, weil es ein staatliches Reformgesetz war. Die Autonomie ist ein regelrechter Hemmschuh für den Fortschritt. Sie dient nur dazu um die Macht der Kirche und einer Partei zu festigen. Es geht immer nur darum bestehende Machtverhältnisse zu erhalten und jeden Fortschritt zu verhindern. Autonomie ist schlecht, sehr schlecht!

      • Beate

        Du wirst doch nicht ernsthaft glauben, das sei ein Hemmschu für den Fortschritt, wenn die Frauenquote bei den Vorzugsstimmen nicht eingeführt wird?
        Dann lass dir eines sagen: ich werde mich durch nichts und niemanden zwingen lassen, eine Frau zu wählen, wenn ich nicht von ihren Kompetenzen und Fähigkeiten überzeugt bin. Und du kannst mir glauben, damit stehe ich nicht alleine da.
        Gute Frauen schaffen es ohne Quote (es gibt Beispiele genug, auch in unserem Land), andere werden mit dieser Regelung nur verheizt.

    • josef.t

      Das durchzusetzen, sind sie in der falschen Partei Frau Amhof, die SVP ((sowie ein Teil der Bevölkerung)) vergöttert geradezu einen frauenfeindlichen “ Männerverein “ der die Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann immer noch ablehnt !!!

    • Mike

      Der Beirat für Chancengleichheit der Männer fordert die Abschaffung der Damensauna!

      Ich möchte auch am Donnerstag den ganzen Tag in der Aquarena Sauna verbringen! 🙂

    • Maria Luisa

      Autonomieverwaltung ist Männersache wie die katholische Kirche. Frauen werden nicht akzepiert, außer für untergeordnete Rollen, als Tippfräuleins, Hausfrauen oder fürs Kircheputzen.

    • Man

      Wissen hier alle was eine Quote ist? Männer werden nicht benachteiligt, warum sollten sie auch.

      Es wäre einfach ein schnellerer Schritt auf dem Weg zur Gleichberechtigung. Es geht hier um so viel mehr
      als Frauen in der Politik zu haben. Denkt mal nur rein an die unbewusste! Wahrnehmung- wie Frauen UND Männer von Kindern gesehen werden. Wenn Kinder in einer Welt aufwachsen, wo eine solche Gleichberechtigung herrscht – und nicht von einer Welt von Männer in Führungspositionen umgeben wären, wie viele Probleme würden sich so von alleine lösen.

      Wieder einmal hink die Provinz Südtirol hinterher.
      Finde es sehr schwach und vor allem sehr schade, dass es (NOCH!) nicht umgesetzt werden konnte.

    • Franz

      Ich hoffe, dass bald die Gleichberechtigung für uns Männer kommt. 🙂

    • Hubert

      Amhoff und die Frauen insgesamt disqualifizieren sich selbst.
      Wenn Frauen wirklich den Frauen vertrauen würden, hätten sie durch ihre Wahl die Möglichkeit dies kund zu tun. Wenn sie dies nicht tun, wird dies einen gewissen Grund haben und dieser ist demokratisch gesehen zu respektieren. Wenn dies nun die Frauen nicht tun wollen, können wir Männer nur feststellen, dass sie keine Demokraten sind. Und sind Nicht-Demokraten in einer demokratischen Wahl wählbar?

    • Carmensita

      Frauen ans Ruder! Die Männer sind alt geworden (Parteien und die kath. Kirche werden von alten Männern geleitet – nichts läuft mehr!) oder sie sind nur noch mit sich selbst oder mit ihren Geschlechtsbrüdern befasst. Frauen müssen sich für sich selber und für ihresgleichen einbringen, damit ein Gleichgewicht in der politischen Vertretung einkehrt. Mit der Frau in den Gremien würden bessere und ausgelichenere Entscheidungen getroffen. Deshalb Frauen an die Macht!

    • Hartmann

      Schade für Magda! Dann war der ganze Einsatz für die Katz! Wenn man das betriebswirtschaftlich ausdrücken würde – ganz im Sinne von Martha Stocker – eine Produktivitätsrechnung macht, also den Einsatz und das Ergebnis vergleicht, dann kommt NULL heraus! Und wenn NULL herauskommt muss man sich fragen, ob solche Politiker das Steuergeld der Bürger weiterhin verdienen sollen. Im Falle der Sanität hat Martha Stocker diese Rechnung ja sicher auch gemacht! Nun sollte sie diese Rechnung auch in den SVP-Reihen weiterführen, wozu brauchen wir sonst Politiker die uns viel kosten und NULL herauskommt?

    • maria

      also wenn ich die Kommentare ueber die Frauenquote lese, bin ich erschuettert ueber so viel tiefstes Mittelalter, unsagbare Dummheit, Einfallslosigkeit und Boshaftigkeit. Echt Mann

      • Paul

        Danke Maria, für das „echt“ Mann. Es gibt nämlich auch „unechte“ Männer und vor allem „unechte“ Frauen, weil sie sich überall und jederzeit operierern lassen. Und von der Frauenquote sollte Lady – Frankenstein halt ausgenommen bleiben.

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