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Null Bock auf Abfertigung

Die Abfertigung im Lohnstreifen: 77% der Südtiroler Arbeitnehmer halten nichts von der monatlichen Auszahlung der angereiften Abfertigung über den Lohnstreifen.

77% der Südtiroler Arbeitnehmern halten nichts von der monatlichen Auszahlung der angereiften Abfertigung über den Lohnstreifen. Nur 16 % geben an, diese Möglichkeit nutzen zu wollen, 7% sind noch unentschlossen.

Doch selbst die Befürworter werden dieses Geld nur zu einem kleinen Teil zu Konsumzwecken nutzen. „Wir haben stets die Meinung vertreten, dass die wirtschaftliche Erholung über den Konsum angekurbelt werden müsse. Wir sind aber skeptisch hinsichtlich einer Auszahlung der angereiften Abfertigung über den Lohnstreifen, weil dieses Element wichtig für die Zusatzvorsorge ist“, so AFI-Präsident Toni Serafini.

Weitere Details zur AFI-Umfrage:

Bildschirmfoto 2015-01-20 um 15.00.38„Nur 16% der Arbeitnehmer der Privatwirtschaft geben an, dass sie die monatlich angereifte Abfertigung über den Lohnstreifen erhalten möchten. 7% der Befragten ist noch unentschlossen, während drei von vier es vorziehen, die Abfertigung bei Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses zu erhalten“, erklärt Irene Conte, die im Institut das AFI-Barometer koordiniert.

Hauptsächlich sind es die jungen Arbeitnehmer, die von dieser neuen Möglichkeit Gebrauch machen werden. Während 18% der Arbeitnehmer unter 50 Jahren diese Möglichkeit wahrnehmen möchte, sind es bei den lohnabhängig Beschäftigten mit 50 und mehr Jahren lediglich 7%.

Die Idee, die dieser Maßnahme zugrunde liegt ist, dass man den Arbeitnehmern mehr Geld über den monatlichen Lohnstreifen zuführen soll, damit so der Konsum wieder anspringt, was die wirtschaftliche Wiederbelebung fördern würde. Aus der Umfrage geht jedoch hervor, dass von jenen, die sich die angereifte Abfertigung auszahlen lassen (16%), nur rund ein Drittel die zusätzlichen Geldmittel dem Konsum zuführen wird: 29% geben an, sie für alltägliche Ausgaben einsetzen zu wollen; 2% für die Freizeit, sprich für Urlaub, Wellness, Shopping. 43% der Befragten haben demgegenüber nicht vor, diese Geldmittel in irgendeiner Form auszugeben, sondern wollen diese für die familiären Bedürfnisse ansparen. 14% wollen das Geld dazu verwenden, einen laufenden Kredit abzuzahlen, 4% die laufenden Haushaltsrechnungen zu decken und 8% für andere Zwecke.

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