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    Getrübte Stimmung

    Getrübte Stimmung

    Wetter und Wirtschaftskrise drücken die Stimmung im Südtiroler Gastgewerbe. Lediglich 70 Prozent der Unternehmen konnten zufriedenstellende Erträge erwirtschaften.

    Das Wirtschaftsbarometer des WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen zeigt ein verhaltenes Geschäftsklima im Südtiroler Gastgewerbe. Lediglich 70 Prozent der Unternehmen dieses Sektors konnten im vergangenen Jahr zufriedenstellende Erträge erwirtschaften. Für das neue Jahr 2015 wird eine leichte Besserung der Ertragslage erwartet.

    Das Jahr 2014 verlief nicht optimal für den Südtiroler Tourismus. Die bisherigen Nächtigungszahlen von Januar bis November liegen um 2,2 Prozent unter jenen von 2013. Dies liegt vor allem am Ausbleiben der italienischen Gäste, deren Nächtigungen um 7 Prozent abgenommen haben. Der Rückgang bei den deutschen Gästen hielt sich hingegen in Grenzen (-0,5 Prozent). Die Präsenzen von Touristen aus anderen Ländern haben sogar etwas zugenommen (+1 Prozent), dies konnte aber die Lücke nicht füllen.

    Neben der anhaltenden Krise der italienischen Wirtschaft war auch das Wetter Schuld an diesem schwierigen Jahr. Auf einen regnerischen Sommer folgte ein schneearmer Winterbeginn, der den Anfang der Skisaison erschwerte.

    Dies spiegelt sich auch in den Ergebnissen der WIFO-Konjunkturerhebung wider: Lediglich 70 Prozent der Unternehmer/innen im Tourismus bewerten ihre Erträge 2014 als positiv. Für diesen Sektor handelt es sich um einen sehr niedrigen Wert.

    Für 2015 erwarten die Wirtschaftstreibenden eine leichte Verbesserung der Ertragslage: 72 Prozent erhoffen sich ein befriedigendes Betriebsergebnis. Die Gäste aus dem Ausland sollten mindestens teilweise die ausbleibenden italienischen und Südtiroler Kunden ausgleichen.

    Handelskammerpräsident Michl Ebner unterstreicht die Wichtigkeit eines effizienten Tourismusmarketings: „Gerade in schwierigen Zeiten ist eine schlanke Struktur ausschlaggebend. Durch eine Neuausrichtung und eine Straffung der Tourismusorganisationen könnte das Destinationsmanagement optimiert werden.“

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    Kommentare (13)

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    • Andreas

      Südtirol hängt am Tropf des Tourismus, was aber nicht unbedingt von allen so wahrgenommen wird.
      Der Bäcker, Metzger, Maurer, Tischler, Elektriker, Gärtner, Lifte, Almen, Wäschereien, usw. sind sich dessen aber zum Glück bewusst.

      • walter

        Danke Frandreas daß du die Welt an deiner Weisheit teilhaben läßt! 🙂

        Du hast noch vergessen zu erwähnen, daß es uns nur wegen der SVP so gut geht und wir alle vor dem Schlafen gehen ein kleines Dankgebet sprechen sollten. Täglich versteht sich! 🙂

      • guy fawkes

        Wenn man will findet man überall etwas/eine Branche an deren „Tropf“ eine bestimmte Region oder auch Staat vermeintlich hängt (Deutschland zB Export; London/GB Finanzdienstleistungen).
        Natürlich stände Südtirol sehr schlecht da wenn keine Gäste mehr kämen (und ich gebe auch gerne zu dass die Abhängigkeit von einem Sektor hierzulande etwas ausgeprägter ist als anderswo). Leider verwenden unsere Hoteliere dieses Argument aber als sogenanntes „Totschlagargument“ zur Rechtfertigung für alle mögliche Forderungen. Und Alle sollten dem Hotelier möglichst dankbar für seine Aktivität sein, da er ja die Grundlage für „unser Überleben“ darstellt.
        Ich gebe aber zu bedenken: Wegen was kommen die Gäste?
        Wegen dem ach so einzigartigen Hotel (nennen wir es mal) „Bergblick“?
        Oder wegen dem Klima, der Landschaft, des sozialen Friedens, der Sicherheit, der (durchwegs nicht von den Tourismusbetreibenden bezahlten) touristischen und nicht touristischen Infrastrukturen, der zB für Schweitzer günstigen Preise (und viele weitere Faktoren die es in dieser Kombination eben nicht überall gibt)?
        Ungeachtet dessen dass es schon einige Ausnahmehotels gibt wo die Hoteliersfamilie grossartiges leistet, tippe ich eher auf Zweiteres.

        • Andreas

          Natürlich kommen Touristen wegen dem Gesamtpaket, bestreitet ja niemand.
          Nur ist es so, dass auf dieser Seite sofort alle Unternehmer als Verbrecher hingestellt werden, welche sich auf Kosten der armen Mitarbeiter jedes Jahr einen neuen Porsche kaufen.

          Keine Ahnung ob sie den Sektor kennen, aber so viele Förderungen gibt es im Tourismus gar nicht.
          Etwas jammern tun sie alle, selbst Schuld, wenn man immer alles so ernst nimmt, wenn die Verbände wieder mal etwas unsinniges fordern, die brauchen ja auch eine Daseinsberechtigung.

    • Klausi

      Walter. Diesmal muss ich Andreas Recht geben, sehr viele Handwerker und Wirtschaftstreibende und vor allem Angestellte des Tourismussektors selbst, müssen hoffen das viele Gäste kommen. Sonst ist Südtirol mehr oder weniger am Ende….. Und übrigens beten nützt eh nix, nehme an du betest zum falschen Gott, den das Schlaraffenland Südtirol beglückt größtenteils nur Andersgläubige, nichts für ungut…….:-)))))))

      • Andreas

        Früher reichte es den Messias aus Pfalzen anzubeten, jetzt sind wir noch auf der Suche……

        walter ist deshalb so benachteiligt und beklagt sich andauernd, da er dies nicht wusste, also ein armer Unwissender, deshalb sei ihm jeder noch so dämliche Kommentar, und davon gibt es genügend, verziehen.

    • Hamster Klaus

      Südtirols Wirtschaft hängt wie die gesamten Industrienationen an vielen Erdöltropfen. Herr Huber macht daraus u.a. auch damit Wasserstoff?
      Ebner war ist kein „Glücksgriff“ für Südtirols HK und Südtirols Wirtschaft. Es war eine rein parteipolitische Besetzung der svp.

    • LUDWIG

      Mein Gott Walter, was für ein Schmarrn ist doch dein Kommentar!
      Lass doch die SVP aus dem Spiel, sie kann schließlich nicht für alles die Schuld haben!
      Einfach lachhaft!

    • George

      Wer hat dann Schuld, LUDWIG etwa? 😉 Entschuldigung, war nicht ganz ernst gemeint, aber Sie schreiben so komisch, dass man es so annehmen möchte. 🙂

    • . . .

      Sorry, aber Südtirol besteht nicht nur aus Tourismus. Sollten mal alle Einheimischen einen Tag auf Brot verzichten?
      Auch in der Hochsaison wäre dies eine Katastrophe.

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