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    Das Antersasc-Urteil

    Das Antersasc-Urteil

    Das Verwaltungsgericht in Bozen hat zum zweiten Mal ein Projekt zum Bau der Straße auf die Antersasc-Alm abgelehnt – zur Freude der Umweltschützer.

    Das Urteil des Verwaltungsgerichts Bozen ist am Donnerstag veröffentlicht worden.

    Darin wird die Straße auf die Antersasc-Alm bereits zum zweiten Mal abgelehnt – „und dies in klarer und eindeutiger Art und Weise“, so schreibt der Dachverband für Natur- und Umweltschutz in einer Aussendung.

    Der Hintergrund:

    Die alte Landesregierung hatte trotz wiederholt negativer Gutachten einen positiven Beschluss gefasst, der nun vom Gericht gekippt wurde.

    Der Dachverband hofft, dass dieses neuerliche Urteil seine Wirkung auf den Erschließungdruck hinsichtlich der letzten unerschlossenen Almen nicht verfehlt.Das Gericht habe dem Projekt „eine klare Abfuhr erteilt, indem es die Aufhebung aller angefochtenen Maßnahmen angeordnet hat“.

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    Kommentare (36)

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    • karl

      als Besitzer würde ich jetzt verbieten meine alm zu betreten

      • Patrick

        Vielleicht nicht mal so eine schlechte Idee. Wenn schon keine Straße, dann frisch auch gar keine Menschen und die Natur holt sich zurück was ihr gehört.

      • benni

        Es gibt keinen Menschen in unserm Land,
        der nicht lebt vom Bauernstand.
        An alle Kommentarschreiber, denkt über diesen Spruch einmal nach und besinnts euch woher ihr komms.
        Ist eine verfallene Alm schön?? ist sie attraktiv??
        Ich bin der Meinung, dass eine schöne bewirtschaftete Alm auch für ein Naturschutzgebiet und Unescogebiet schöner wäre. Ein Traktorweg,welcher zur Erhaltung der Alm erforderlich ist,wird immer wieder von Leuten welch keine Ahnung haben verhindert, Schade, dass es heute nicht mehr um die Alm geht ,sondern um die Macht, jeder will Recht haben Schaden der Besitzerund der Umwelt.

        • Patrick

          Ist es den jetzt wirklich so tragisch wenn in ganz Südtirol eine einzige Alm unerschlossen bleibt? Davon geht die Landwirtschaft nicht unter, mach doch nicht aus einer Mücke einen Elefanten.

        • Gregory

          Benni, Sie glauben immer, dass nur ihr eine Ahnung habt. Aber glauben ist zu wenig. Hier stehen klare nachweisbare Fakten auf dem Tisch, von Experten aufgestellt. Somit können Sie glauben, was Sie wollen: wissen und beweisen müssen Sie es können. Glauben können Sie auch an den Teufel.

          • benni

            Wer sind die Experten?? Sesselhocker,welche von der Öffendlichen Hand bezahlt werden.

            • Gregory

              Ach wie kurzsichtig ihr doch seid, Benni. Tiefschürfende und konzentrierte Geistesarbeit verbrennt nachweislich mehr Kalorien als händische Arbeit. Das hat siche nichts mit Sesselhocken zu tun. Mancher Bauer in der Ebene mit viel Obst- oder Weinland sitzt oft mehr im Sessel, als mancher Akademiker oder Wissenschaftler. Und es gibt genug Experten, die händisch und gesitig in produktiver Arbeit sehr konkrete Ergebnisse aufzeigen, von denen viele profitieren. Benni, ergeifert euch doch nicht immer soweit, dass alle anderen außer euch Schmarotzer sind.

          • Herbert

            Einer Familie werden Lebensgrundlagen vorenthalten auf denen sich andere Menschen auch Umweltschützer berufen. Die Bewirtschaft ist der beste Schutz dieser Alm, der Gebäude, uvm.
            Wenn ein Brennerbasistunnel kein Problem darstellt, dann wird dieser Weg von ungefähr 1500 Meter Länge und 2,5 Meter Breite keinen wirklich großen Eingriff darstellen. Das ist bei einem „schonenden“ Bau überhaupt kein Problem.

        • Hubert

          @ benni

          ich muss Dir, ob ich will oder nicht, absolut recht geben.
          Da kommen Bürokraten, selbst ernannte Naturschützer, selbsternannte (Un)-Rechtsvertreter und enteignen den Grundbesitz, der seit Jahrhunderten bearbeitet wurde und erst die Basis für das in den Naturschutz zu stellende Gebiet geschaffen hat.
          Es ist erstaunlich, dass nicht die gesamte Bauernschaft endlich aufsteht und gegen solche Unverschämtheiten antritt. Leider ist auch unter Bauernschaft Neid und Schadenfreude sehr weit verbreitet. Leider denkt niemand, dass es heute den trifft und morgen den anderen. Die Masse wird es schon richten nach dem Motto teile und regiere!

          Früher oder später (wahrscheinlich ist es dann zu spät) wird der eine und andere die Bewirtschaftung der Almen aufgeben, denn heute schon sind außer den Großen in der Landwirtschaft die Almbewirtschafter nur die Gehänselten und nur ihre Einstellung zur Natur und halt weil es immer so gemacht wurde, lässt das Ideal noch leben.

          Schaut Euch doch mal die Almen im Trentino und in Belluno an – wollt Ihr das wirklich?

    • Karl

      –> karl Bitte anderen Namen wählen!

      Du würdest verbieten die Alm zu betreten? Warum das? Der Bauer da oben will doch damit Geld verdienen, dass ein paar Hansln zu ihm hoch gehen und was kaufen.
      Der wahren Dummköpfe sind die in der Landesregierung, die trotz negativer Gutachten positive Beschlüsse gefasst haben. Das ist Vetternwirtschaft pur. Was die da in Bozen fabrizieren ist keinen cent wert!

      • Hubert

        @ Karl

        Vetternwirtschaft ist auch das, was ein paar Leute, die das Recht „gepachtet“ haben, einfach ein Überleben des Grundbesitzers nicht respektieren.
        Dass man heute anders wirtschaften muss, als früher ist wohl jedem mittelmäßig mit Hirn ausgestatteten Menschen klar.
        Recht hat der Besitzer, wenn er rein gar nichts mehr tut, außer die Leute von seinem Grund auszusperren. Es ist doch unglaublich, dass man heutzutage mit den Besitzern schlechter umgeht, als dies der Kommunismus je tat.
        Diejenigen, die die Alm seinerzeit aufbauten und bewirtschafteten würden sich im Grabe umdrehen, davon bin ich überzeugt.

        • Hez

          Genau so ist es, auf deinen Grund und Boden hast du leider nichts mehr zu sagen. Alle bestimmen, außer du selbst. Du bist gerade gut genug das Stückerl Land zu pflegen und vom Müll anderer zu reinigen, zu mähen, umgefallene Bäume zu entsorgen, Reisig zusammenzurechen, usw, ohne dass je einer dir ein Danke sagt. Möchtest du einmal eine kleine arbeitserleichterung haben, so wird dir NEiN! gesagt. Jetzt schaffen die anderen, die eigentlich NULL Ahnung haben was es heißt eine alm zu bewirtschaften! Man müsste diese Herren nur einmal Jahr für Jahr auf die als schicken um diese zu bewirtschaften u.zw. unter jenen Voraussetzungen die sie ja einfordern, dann würde sich ihre Einstellung bald ändern!

        • Gregory

          @Hubert
          Bei der Schafalm mit den paar Grasflecken sicher nicht.

        • THEMA

          Wenn ich nichts dabei verdiene mach ich überhauot nichts. (Alte Bauernregel)

    • Batman

      Dem Durnwalder war die Umwelt scheißegal.

    • Kunigunde

      Endlich wieder einmal eine erfreuliche Nachricht. Vielen Dank an die Gerichtsbarkeit. Man sieht halt immer wieder, wie unseren Politikern der Naturschutz und die Fachgutachten egal sind.

    • Richard

      Vertraue nie der Politik denn sie führt dich in die Verdammnis (man sehe die ganzen Kriege die sie angezettelt habt).

    • Puschtra (org)

      Na Gott sei Dank – sind diese Zeiten vorbei wo man mit dem Kopf durch die Wand gehen kann. Die Antersacsalm kann und soll auch bewirtschaftet werden, jedoch nicht so wie es sich „Bauer Mayr“ erhofft und wünscht. Sinnvolle Alternativen wurden angeboten und waren meiner Meinung nach voll akzeptabel – doch wollte sich der Sturkopf nicht damit zufrieden geben.
      Das Baumaterial für den Wiederaufbau einer ZWECKMÄßIGEN Hütte lässt sich auch andersweitig hochbringen, genauso die Salzblöcke für die Schafe. Da ich alle zwei drei Wochen zu Fuß auf die Alm gehe, kann ich behaupten dass es mit dem Dreck und Müll oben wirklich nicht schlimm ist. Ansonsten gäbe es in Verbindung mit Schule und Naturparkführer Alternativen die dem Bauern eine Untersützung sein könnten………ökologisch und zukunftsorientiert zu Erhaltung unserer Natur.
      Von wegen zusperren – !!! Vorher würde ich sie dem Bauern enteignen!

    • stimmp

      i bin voll deiner Meinung „Puschtra (org)“!

    • Gregory

      Ja danke Puschtra (org) für diese klaren Aussagen. Ich selbst habe schon einige Male machbare Alternativen zur Bewirtschaftung dieser Alm aufgezeigt, der Bauer ist aber stur und meint nur seinen Willen allen aufzwingen zu können.

    • Erika G.

      Der Eingriff ist minimal. Dabei hätten Wanderer, wie auch der Bewirtschafter einen Vorteil. Für mich ist es unverständlich, dass hier der Eigentümer und die Besitzer die diese Alm bewirtschaften derartigen Schikanen ausgesetzt werden. Es gibt bestimmt vertretbare Lösungen für einen „naturnahen“ Güterweg wie es sie zum Beispiel in vielen Naturschutzgebieten Österreichs gibt.
      Die Verhältnismäßigkeit der Behörden ist nicht gegeben.

    • Cyrano

      Vor Jahren hätte dieser Almbesitzer die Strasse bauen dürfen, er hätte sie aber selber bezahlen müssen. Das Problem ist ,er will eine von der öffentlichen Hand bezahlte Strasse für sein Privatgrundstück. Die Forststrassen dürfen auch betreten werden, schliesslich wurden sie auch mit öffentlichem Geld bezahlt.

    • Einereiner

      @Cyrano
      was du hier schreibst entspricht nicht der Wahrheit und ist nur eine Verleumdung.

    • Hamster Klaus

      Um das TTIP und CETA sollten sich die Bürger wirklich Sorgen machen. Wer will der kann dagegen im Netz unterschreiben. Siehe Link

      https://www.campact.de/ttip-ebi/ebi-appell/teilnehmen/

      Das ist bestimmt viel wichtiger als ein kleiner Erschließungsweg für die Alm.

    • Robert

      Wie lange wurde der Großteil der Südtiroler Almen auch ohne Zufahrtswege vorbildlich und gut bewirtschaftet? Genau, über Jahrhunderte hinweg.
      Und ist nur mir aufgefallen, dass auf den allermeisten Almen trotz Zufahrtswege keine Bealpung mehr stattfindet?

      • Sieghartt

        Die Leute sollen sich einen Pimps und a Saftl mitnehmen, wenn sie wandern gehen und die Natur genießen, dann braucht es nicht auf jeder Alm eine Wirtschaft. Natur soll Natur bleiben und nicht bis in jeden hintertersten Winkel Hotels auf schwindliger Höhe errichten werden, schließlich und endlich. Wehret den Anfängen. Genauso ist die intensive landwirtschaftliche Nutzung auf der Alm auch gegen die Natur.

    • Trudi

      Schöne Almen gibt es nur noch im Trentino und im Belluno, wo die Almen nicht so brutal intensiv genutzt und ausgebeutet werden. Zu unseren Verhätnissen fällt mir immer die Piefke Saga 4 ein: https://www.youtube.com/watch?v=DfFRJvD4H9Y

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