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    „Kesseltreiben hat begonnen“

    „Kesseltreiben hat begonnen“

    Paula Bacher weht ein kalter Wind entgegen: Einige Kreise trauen ihr das Bürgermeisteramt in Brixen nicht zu. Was die amtierende Stadträtin dazu sagt.

    TAGESZEITUNG Online: Frau Bacher, Sie wollen Bürgermeisterin von Brixen werden. Einige Kreise in Brixen trauen Ihnen diese Aufgabe aber nicht zu. Ist diese Skepsis auch Ihnen zu Ohren gekommen?

    Paula Bacher: Es gibt Leute, die in Frage stellen, ob ich das Amt meistern würde oder nicht.

    Kränkt Sie das?

    Nein. Das Kesseltreiben hat begonnen. Es sind immer dieselben Spielchen, wo alle ziehen und schieben und vor allem die eigenen Interessen vertreten haben wollen. Damit muss man rechnen. Bei jedem Amt gibt es Neider, es gibt auch Leute, die sich nicht der Wahl stellen, aber trotzdem gescheit sein wollen. Der Großteil der Männer glaubt, dass sie viel kompetenter sind als Frauen.

    Aber?

    Aber ob Mann oder Frau: Beide kochen nur mit Wasser. Ich habe gesehen, dass man als Bürgermeister eine breite Palette von Fähigkeiten haben muss. Man muss nicht nur gut und sparsam wirtschaften können, man muss mit Hausverstand handeln und es bedarf eines sensiblen Gespürs für Entscheidungen. Und das hat eine Frau auch. Und ich habe, so glaube ich, auch bewiesen, dass ich das kann. Deswegen habe ich auch viele Unterstützer.

    Warum glauben Sie, dass gewisse Kreise Sie nicht als Bürgermeisterin sehen?

    Das hat unterschiedliche Gründe: Es geht dabei nicht unbedingt um Kompetenz und sachliche Argumentationen. Ich habe meinen geraden Weg, bin frei und kann meine Meinung klar und deutlich sagen. Vielleicht befürchtet man, dass man mich nicht einordnen kann. Ich habe keine Lobbys und bin unabhängig. Einige haben Sorge, dass sie mich deswegen nicht zu bestimmten Kreisen zuordnen können. Daher gibt es immer bestimmte Interessensgruppen, die lieber einen Kandidaten aus den eigenen Reihen hätten.

    Interview: Erna Egger

    Lesen Sie heute in der TAGESZEITUNG: Warum Paula Bacher auf SVP-Vorwahlen beharrt und welche Chancen Sie sich ausrechnet.

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    Kommentare (39)

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    • Andreas

      Aha, der Großteil der Männer glaubt….
      Ich nehme nicht an, dass Frau Bacher weiss, was ein Großteil der Männer glaubt.
      Ich glaube z.B., dass Frau Bacher hier die Femministinenkeule schwingt, um Mitleid zu erhaschen und für sich zu werben.
      Es dient sicher nicht der Sache, wenn sie sich nicht auf ihre Kompetenzen konzentriert, sondern sich auf ihr Geschlecht reduziert.

      • sogeatsnet

        Andreas, jetzt zerreiss mich in der Luft…
        Ich glaube das nämlich auch!
        Und vor allem hat sie recht, wenn sie sagt, dass Frauen ein sensibles Gespür für Entscheidungen haben – ich würde sogar behaupten, dass dieses den meisten Männern gar nicht bekannt ist.

      • THEMA

        Macherfrauen sind anscheinend ein rotes Tuch für Sie. Sie lesen nur den esten Absatz und sehen sofort rot. Dabei sagt sie selbst dass es egal ist ob Frau oder Mann, und dass sie ihre Kompetenzen einbringen will. Warum regen Sie sich also so auf ? Probleme damit ?

        • Andreas

          Am Beginn des Gespräches weißt sie sofort unaufgefordert auf eine angebliche Diskriminierung hin, um aus dieser Position mitleiderhaschend zu argumentieren.
          Zusätzlich zählt sie auf was Frauen können, was meines Wissens auch niemand bestreitet, doch im Wahlkampf scheint es nützlich zu sein zu betonen, dass man eine Frau ist und auch alles kann.

          Ich habe gar nichts gegen Frauen in Führungspositionen, ich halte Merkel für die beste Politikerin weltweit, doch ich habe etwas dagegen, wenn eine Frau so plump ihr Frau sein, was an sich keine Leistung ist, ausnutzt.

          • Amigo

            @ Andreas
            Quoten -Bestimmungen sind Nonsens, wenn man nur ELEMENTE einsetzt, die das Geschlecht repräsentieren und nicht das Zeug dazu haben ihre Arbeit wirklich gut über die Bühne zu bringen, Dies ist ein solcher Fall. Madam Bacher startet schon schlecht und es wird wahrscheinlich nicht besser werden. Entweder hat man es oder hat man es nicht! 🙂 Das hat nichts mit Quoten oder Frauen zu tun… 🙂

          • hamster

            …..ach andreas…wie langweilig!!

          • tante emma

            …..ich halte die merkel fuer total überschätzt!da siehst du mal wie jeder eine andere Ansicht hat!und das ist gut so!!

          • THEMA

            Und sie glauben wirklich dass niemand bestreitet dass die Frauen etwas können ?
            Da sollten sie mal weiter unten die Kommentare einiger Doc Südtiroler lesen.
            Dann können sie wenigstens nicht mehr behaupten davon wüssten sie nichts.

            • Andreas

              Kein einziger Kommentar richtet sich gegen sie wegen des Geschlechts, sondern wegen ihrer Kompetenz oder ist es verboten Frauen wegen ihrer Kompetenz zu kritisieren, da man immer Angst haben muss, als frauenfeindlich abgestempelt zu werden?

              Ich bin nicht grad ein Freund der Kampfemanzen wie die Schwarzer, doch noch lächerlicher finde ich Männer, welche noch emanzipierter als jede Emanze sein wollen.

    • Ski

      Brixen braucht endlich einen Macher!

    • PROF:

      Ich glaube auch daß Frauen i.d.R. mehr Feingefühl haben,sie sind auch ( meistens) immer wieder froh wenn die R……wieder eintrifft.

      • tante emma

        …ich vermisse ernstgemeinte kommentare….
        wäre das auch so wenn frau bacher ein mann wäre??????

        • Andreas

          Nein natürlich nicht, i.d.R. haben Männer keine R., wobei scheinbar Ausnahmen die R. bestätigen sollen, was ich diesem Fall aber eher bezweifle 🙂

          Anscheinend fühlt sich Frau Bacher diskriminiert, da sie ungefragt dieses Thema angesprochen hat.
          Mit der Aussage „..ein Großteil der Männer…“ hat sie aber ein grandioses Eigentor geschossen.

    • brixner

      nicht ihr geschlecht sondern ihre parteizugehörigeit soll ihr zum verhängnis werden 😉

    • sepp-f

      Lasst grad die Paula in Ruhe. Sie ist sicher die Beste in den Reihen der SVP. Und würde Andreas nicht überall seinen Senf dazugeben, müsste man meinen er ist wohl nicht mehr unter uns.

      • Beate

        Paula sollte wirklich das Argument, dass Frauen „auch“ kompetent sind, total aus der Debatte draußen lassen. Hat sie das nötig? Genau das wirkt nicht gerade kompetent.

      • Manuel

        Ja in den Reihen der SVP wahrscheinlich schon…aber dafür braucht es nicht viel bei diesem Haufen von Möchtegern-Volksvertretern!! Erinnere mich noch wie die werte Paula sich beim Projekt Seilbahn vehement für die Bahn eingesetzt hat und sich überall nur nicht im Bereich Milland usw. aufgestellt hat um für dasselbe zu werben. Also die nächste die rein auf die Wirtschaft schaut ohne Rücksicht auf Verluste! So einen hatten wir mit Herrn Pürgstaller schon..es ist die Zeit gekommen für Veränderung und dies ist mit ihr als Bürgermeisterin nicht möglich!!

    • Herrgott

      Diese inkompetente Nudel soll sofort abmarschieren, aber dalli und flott!!!!

    • George

      Unabhängig davon, ob Frau oder Mann, Frau Bacher eignet sich einfach nicht als Bürgermeister(in). Sie ist oft aufbrausend und kann sich in bestimmten Situationen nicht beherrschen. Zudem ist sie einseitig und in ihren Denkfeldern oft sehr eingeengt und kann nicht vernetzt denken und handeln. Auch ihr Benehmen widerspricht öfters dem, wie es in einem solchen Amte erforderlich wäre.

    • Walter Frei

      Ich würde den Bischof vorschlagen,weil der ist nebenbei unfehlbar.

    • Marianne

      Brixen braucht endlich eine Frau an erster Stelle

    • Walter Frei

      Frauen an die Macht und die Welt ändert sich hin zum Guten!

    • George

      Frauen ja, aber welche Frau. Sicher nicht Paula Bacher, wenn Brixen sich nicht nochmals blamieren will.

    • peppele

      Ich plädiere für die Paula, Bürgerställer hat ausgedient

    • Marianne

      Fr.Bacher hat schon lange als Stadträtin gut gearbeitet . Ich glaube nicht, dass sich George deshalb Sorgen machen muss.

    • Marianne

      George ,dürfen Sie überhaut wählen in Brixen?

    • ander

      wàhlt doch eine Auslànderin, habt doch genug dort

    • buerger

      Seebacher hat Brixen als Schul- und Sportstadt etabliert, dank grosszügiger Landesgelder. Visionär war er beileibe keiner. Pürgstaller hat nichts weitergebracht, weil er einen elementaren politischen Fehler gemacht hat, nämlich die Koalition mit PD und Bürgerliste.Die Beschlüsse wurden oft von Heckenschützen aus den eigenen Reihen niedergemacht.
      Das Desaster mit der Seilbahn:ebenfalls selber schuld. Man kann nicht Vorhaben, für die man im Gemeinderat keine Mehrheit findet, dem Bürger aufdrücken und ihn damit missbrauchen.
      Die Dinge erst im stillen Kämmerlein mit dem Land ausschnapsen, und dann meinen, den dummen Bürger alles gratis verkaufen zu können mit Ja und Amen. Danach noch beleidigt sein. So hat man vor 20 Jahren in kleinen Dõrfern gewirtschaftet, nicht in einer Stadt mit aufgeklärten BürgerInnen.
      Fazit: eine Frau würde solche elementaren politischen Fehler nie machen. Siehe mehr Gespür und Feingefühl.
      PAULA FOR PRESIDENT!

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