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    Die Einigung

    Staatsanwaltschaft und Verteidigung haben sich im Verfahren gegen Hans Kammerlander auf eine Strafzumessung geeinigt. Das Strafausmaß dürfte unter zwei Jahren liegen.

    (tom) Der Termin für den Abschluss des gerichtlichen Vergleichs ist vom zuständigen Voruntersuchungsrichter auf Anfang Februar festgelegt worden. Doch da wird Staatsanwältin Daniela Pol voraussichtlich nicht Zeit haben, es kommt also zu einer Vertagung.

    Hans Kammerlander, Südtiroler Extrembergsteiger, muss sich also noch etwas gedulden, um sein Strafverfahren wegen des Unfalls auf der Uttenheimer Länge abschließen zu können.

    Am 26. November 2013 war dort der 21-jährige René Eppacher getötet worden. Ein Gutachten hat ergeben, dass Kammerlander den tödlichen Unfall verursacht hatte und unter Alkoholeinfluss (1,48 Promille) stand.

    Im November hat Kammerlanders Anwalt Peter Paul Brugger für seinen Mandanten einen gerichtlichen Vergleich beantragt. Es geht um die Vorwürfe der fahrlässigen Tötung und Alkohol am Steuer, wie sie im Abschlussbericht von Staatsanwältin Pol aufgeführt sind.

    Nach Informationen der TAGESZEITUNG haben sich Staatsanwaltschaft und Verteidigung inzwischen über das Strafausmaß geeinigt. Das bleibt vorerst geheim, dürfte aber unter zwei Jahren Haft liegen. Kammerlander kann also damit rechnen, dass die Strafe auf Bewährung ausgesetzt wird und er keine Ableistung der Haft in Form von Sozialarbeit beantragen muss.

    Bis die Angelegenheit formalisiert ist, werden aber noch einige Monate vergehen. Der gerichtliche Vergleich zu einem der Aufsehen erregendsten Unfälle der letzten Jahre dürfte im März geschlossen werden.

     

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    Kommentare (8)

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    • michl

      Was heist das?Bei Unfall mit Todesfolge unter Alkoholeinfluss bis 1,48 Promille kann man in Zukunft einer Haftstrafe endgehen?Kann man doch einem Vergleich zustimmen?Soll ich mich jetz freuen?

      • Patrick

        Konnte man auch schon vor diesem Fall. Wenn Verteidigung und Staatsanwaltschaft auf Strafzumessung einigen ist das möglich, meist aber nur wenn der Täter nicht vorbestraft ist. Eine Geldstrafe wird es auch noch geben wie auch Schadensersatz bzw. Schmerzensgeld für die Angehörigen.

    • Einereiner

      @michl
      nur wenn du Kammerlander heißt oder ähnliche Beziehungen bzw. Geld mitbringst.
      Als Normalbürger gehst du in den Tschumpus!

    • sterndl

      Nein, es geht um die Promillezahl.Bei 1,5 Promille geht Kammerlander ins Gefångnis oder Sozialarbeit, darunter Bewährung.
      Also geht es um die Frage, ob der Richter die 0,02 anerkennt.

    • epolus

      Ob da alles mit rechten Dingen zugeht?

    • sepp

      und ob 1,48 stimp siamo in italia

    • Werner

      Bei einem ähnlichen Fall vor ca. 3 Jahren in Bozen wurde einem Bozner mit Migrationshintergrund eine Strafe von einigen Jahren Haft aufgebrummt. Ich frage mich: Ist es womöglich wirklich so, dass man sich auch in solchen Fällen „Freiheit“ erkaufen kann?

    • südtirolfan

      Ja geht es noch?
      Ein Egozentriker, der für „Seine Leidenschaft“, einen Berg hochzukraxeln,
      da ansonsten Ausbildung und Fähigkeiten für ein normales Leben fehlen, damit
      zig Mio. durch Publikationen verdient, von den Menschen Anerkennung und Be-
      wunderung verlangt, seine Beziehungen dadurch beschränkt, dass ALLES auf
      ihn abgestellt wird, trifft auf eine ital. Justiz, die den Namen nicht verdient!

      Jeder, aber auch Jeder der ein Rechtempfinden in sich trägt, wird von dieser
      Vorgehensweise der Justiz geschlagen.
      Nicht nur – ich erinnere mich – die festgestellten, seinerzeitigen Blutwerte am
      Grenzbereich zu 1,5 Prom. stimmen ganz doll nachdenklich; aber nun die
      Aussicht des Vergleichs?
      In diesem Fall würde ich der ausführenden Justiz als ital. Staatsbürger und
      Gerechtigkeitsempfinder ein Disziplinarverfahren mit gleichzeitiger Androhung
      der Kürzung des Pensionsfonds beikommen.

      Auch hat die Justiz hier in keiner Weise den Wiederholungsfall des Führerscheinentzugs Kammerlanders gewürdigt; es ist unbegreiflich.
      Aber, wie gesagt, ital. Gericht.
      Dann wünsche ich dem „großartigen Aufsteiger, Klettermaxen usw., dass seine
      Tochter in ihrem Lebens niemals in so eine Situation gerät; vielmehr er selbst.

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