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    Geschützte Minderheiten

    Geschützte Minderheiten

    Das Autonomiestatut sieht den Schutz der ethnischen und kulturellen Minderheiten vor – aber auch den Schutz der Einwanderer?

    Artikel 2 des Autonomiestatuts spricht vom Schutz der „ethnischen und kulturellen Eigenart“ der Volks- und Sprachgruppen innerhalb der Region Trentino-Südtirol.

    Doch ist besagter Artikel auch auf den Schutz der Einwanderer ausdehnbar – und wie verhält er sich gegenüber den verschiedenen Glaubensrichtungen, vor allem dem Islam?

    Dies wollte der Lega-Abgeordnete Maurizio Fugatti mittels einer Regionalratsanfrage in Erfahrung bringen.

    In seinem Antwortschreiben weist Ugo Rossi, der Präsident der Region, darauf hin, dass sich Artikel 2 auf die ethnischen und kulturellen Eigenheiten beziehe, die im Pariser Abkommen von 1946 aufgezeigt worden seien: Gemeint sind damit also nur die deutschsprachigen Bewohner der Provinz Bozen und der benachbarten zweisprachigen Gemeinden der Provinz Trient.

    Einwohner können sich demnach nur auf die italienische Verfassung beziehen.

    Ugo Rossi schreibt: „In den letzten Jahren sah sich unser Staatsgebiet und folglich auch das Gebiet der Region mit einer stetig zunehmenden Immigration von Bürgern aus den verschiedensten Ländern der Welt, mit verschiedenen Sprachen und Kulturen, konfrontiert. Der Schutz dieser Bevölkerungen wird von der Italienischen Verfassung und im Besonderen von den Artikeln 3, 6, 8 und 10 geregelt.“

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    Kommentare (49)

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      • maria

        Kannst lang suchen bis du einen solchen minderheit-freundlichen Staat findest, wie den italienischen.

        • anders

          Also Maria, das ist Quatsch! Brauchst nur nach Finnland (Aland-Inslen) oder Dänemark (Faröer-Inslen) zu gehen….

        • Hanns

          „Minder“ hat immer einen negativen Beigeschmack (Minderheit, minderwertig usw.). Ich kann also mit der Bezeichnung nichts anfangen und möchte damit auch nichts zu tun haben, weder sprachlich noch volklich.

        • freiheitler

          ja klar, liebe Maria, und deshalb fand in Italien auch lange Zeit nach dem Ende des 2. Weltkriegs weiterhin Folterungen und Gewalt gegen alljene statt, die sich für eine Volksabstimmung über die Zukunft des Landes einsetzten. Sieht so ein minderheiten-freundlicher (demokratischer) Staat aus? Von den aktuellen autonomiefeindlichen Debatten in Rom und einem naiven LH Kompatscher, der sich von den Römern über den Tisch ziehen lässt, ganz zu schweigen.

          • josef.t

            “ Die sich für eine Volksabstimmung“ ???
            Wenn einige bei Nacht und Nebel Sachbeschädigung betreiben, ist das wohl eher als Terrorismus zu bezeichnen und auch in einem demokratischen Staat wird das nicht toleriert !
            Was damals die Folterknechte betrifft, war das ein Eigentor für Italien und das müsste gaendet werden !!
            Eine Autonomie die uns Italien zubilligt, ist so leicht nicht zu finden…..ansonsten könnten sich so „Manche“, sicher nicht so äußern…….
            Sinnvoller ist sicher mit der Regierung in Rom, als gegen sie……..
            Das Monetäre Problem, ist leider international bedingt…….
            Integration; durch Förderung allein wird sie nicht gelingen, die Bevölkerung muss sie auch zulassen……..

        • pérvasion

          Italien hat so gut wie alle Minderheiten, die nicht wie wir von einem internationalen Abkommen, einer Schutzmacht und der UNO geschützt wurden, erfolgreich assimiliert.

          • Blinder

            @pérvasion
            „so gut wie alleMinderheiten (…) erfolgreich assimiliert“

            Schwammiges populistisches Geschwätz, aber das sind wir von der BBD ja mittlerweile gewohnt, so gesehen seid um kein Haar besser als die STF un FH.

            • pérvasion

              Italien ist eines von wenigen Ländern, die die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen nie ratifiziert haben. Ist das wirklich populistisches Geschwätz?

            • Natürlich

              Ja, das ist populistisches Geschwätz.

              „Die Charta wurde bisher von 25 Staaten des Europarates ratifiziert (Stand: 11/2012). Staaten, die die Charta bis jetzt nicht unterzeichnet haben, sind: Albanien, Andorra, Belgien, Bulgarien, Estland, Georgien, Griechenland, Irland, Lettland, Litauen, Monaco, Portugal, San Marino und die Türkei.
              Aserbaidschan, Frankreich, Island, Italien, Malta, Mazedonien, Moldawien und Russland haben die Charta zwar unterzeichnet, aber noch nicht ratifiziert.“

              de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Charta_der_Regional-_oder_Minderheitensprachen#Geltung

              Mathematik scheint wohl nicht zu den Stärken von pérvasion zu zählen.

    • Ploner Helmuth

      Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt,
      muß die Gegend verlassen, wo sie gelten.

      Johann Wolfgang von Goethe

    • Najat

      Die zugewanderten Sprachminderheiten haben jetzt sicher mehr Bedarf nach Förderungen als die bereits mehr als etablierten deutschen und ladinischen Sprachgruppen in dieser Provinz.

    • Eduard

      Ich bin mehrsprachiger italienischer Europäer!

    • Lux

      Als was ich mich fühle? Als Weltbürger, Europäer, Italiener, Südtiroler, Rittner, Klobensteiner z.B.

    • Hedwig

      Los von den Religionen!! Es lebe die Freiheit!

    • Friedl

      Los von den 116 Gemeinden. Los von den 8 Bezirksgemeinschaften. Alles viel zu teuer! GIS zu hoch.

    • freiheitler

      Was haben bitteschön die Ausländer mit dem Autonomiestatut zu tun?
      Das Autonomiestatut dient dem Schutz der Deutschen und Ladiner in Süd-Tirol, da sie sonst als sprachliche (eigentliche) Minderheit im Staate Italien untergehen würden. Die Autonomie wurde einzig und alleine aus diesem Zweck eingeführt.

      • Alter Egon

        Dann sollte man schleunigst Deutschkurse für die Zuwanderer organiseren, anstatt sich Sexspielzeug zu schenken.

        • Garuda

          @Alter Egon

          Findest du es korrekt argumentativ, wenn die mit dem Sexspielzeug kommst?

          Hast du ein Problem mit Sexspielzeug? Mit Sexshops? Oder: Ma lei ha un problema con Beate Uhse?

          Also bigotter gehts doch nicht mehr, oder sag bloß, dass du noch nie ein Sexspielzeug verwendet hast, denn dann würdest du mir wirklich sehr leidtun.

          • Franz

            Heute ist Garuda wohl wieder einmal mit dem linken Fuß zuerst aufgestanden. 🙂

          • Alter Egon

            Wenn sich Parteikollegen mit öffentlichen Geldern Sexspielzeug kaufen hab ich ein Problem.
            Was die Freiheitlichen konkret in Sachen Forderung von Deutschkursen machen, ist mir unbekannt. Ich denke sie machen da gar nichts. Ich vermute eben, dass sie sich mit Sexspielzeug beschäftigen, was ich durch Medienberichte erfahren habe.
            Dass nicht das die Aufgabe ist, für sie dafür nicht zu knapp entlohnt werden, leuchtet wohl jedem ein?

          • Garuda

            @Alter Egon

            Das ist einfach nur verleumderisch, denn egal welche Partei Sexspielzeg aus Jux oder Tollerei oder gar im Ernst einem Parteimitgleid schenkt, finde ich lustig oder gar sehr aus dem Leben gegriffen, denn nicht umsonst gibts selbst in Südtirol mehrere Sexshops und wie die TZ mal so berichtet hat, sogar Hauspartys mit Sexspielzeug einer Vorarlberger Vertreterin. Also warum sollte im zwischenmenschlichen zwischen Parteikollegen nicht auch sowas verschenkt werden?

            Worin liegt denn der Unterschied zwischen einem 60€ teueren Sexspielzeug von Beate Uhse und einem 60€ teueren Blumenstrauss außer in deiner Bigotterie, Alter Egon?

            Ich finde, dass solch ein Geburtstagsgeschenk ja viel günstiger ist, als der Selbstbedienungsladen des gemeinsam eingefädelten Rentenvorschussgesetzes, und da sind deine Grünen und die Blauen und viele anderen auch dabeigewesen!!!

            Ganz egal, was man von den Blauen hält (ich persönlich nicht!), aber Verleumdung ist Verleumdung, oder findet es der Aletr Egon korrekt, wenn solch ein Detail in italienischen Gerichtsakten und Kontrollakten immer wieder den Weg in die Öffentlichkeit finden? Warum werden in Italien solche blinden Passagier nicht aufgespürt und vor Gericht gestellt, die immer wieder Privacy-Daten und Inhalte aus verschlossenen Unterlagen an die Öffentlichkeit zerren? Wo sich die Grünen doch so sehr gegen den Big-Brother wehren und uns alle Angst einjagen wollen wegen des gläsernen Menschen?

            Also lass bitte deine Verleumdungsversuche bei anderen Parteien, denn das ist nur mehr doppelzüngig, Alter Egon. Denn vielleicht hast du gerade zuhause eine megaüberdrüber SM-Ausstattung und verleumdest wegen so einem Peanuts andere Parteien? Liegt das nicht unter deiner Würde?

            • Alter Egon

              In der Emilia Romagna hat der Kauf von Sexspielzeug mit öffentlichen Geldern (denn darum geht es, was die sich von ihrer nicht zu knappen Entlohnung kaufen ist mir recht egal) die Regierung gestürzt, aber Südtirol ist nicht Italien.

    • EBERHARDT

      ..übrigens: weiss jemand ob Kompatscher gestern in Paris war ?

    • Andreas

      Die Anfrage von einem Lega-Abgeordneten kam sicher deshalb, weil die Lega sowieso nur noch eine verschwindend kleine Minderheit ist und er vielleicht die Hoffnung hatte, unter Artenschutz gestellt zu werden…. 🙂

    • Franz

      Andreas,
      Auch wenn ich persönlich nicht alles gut finde was die Lega fordert, so z.B den Austritt aus dem Euro, muß man fetsstellen , dass die Lega enorm aufgeholt hat.
      Lega del Sud: ecco come cambia il centrodestra
      Il segretario del Carroccio ha deciso di creare la Lega del Sud per prendere i voti del Meridione e giocarsela con Renzi
      Il fatto che moltissimi cittadini del Mezzogiorno voterebbero la Lega alle prossime elezioni politiche (ben il 14% degli italiani residenti al sud secondo un sondaggio) la dice lunga sul fatto che il partito capeggiato da Matteo Salvini abbia compiuto un grosso balzo in avanti
      http://it.blastingnews.com/politica/2014/12/l-ascesa-di-salvini-dal-no-euro-alla-lega-del-sud-ecco-come-cambia-il-centrodestra-00209341.html

    • Huisele

      Euch Stänkerern aus dem äußersten rechten Lager ist aber schon bewusst, dass unser Autonomiestatut einzig und allein ein Erfolg der politisch linken und somit fortschrittlichen politischen Kräfte Italiens und Österreichs ist? Der Minderheitenschutz ist heute auf die neuen sprachlichen Minderheiten im Lande auszudehnen.

      • Andreas

        Genau, dann bauen wir noch Klein Pakistan, Klein Peru, Klein Polen, usw. und jeden Tag gehen ein paar so liebe Südtiroler wie Du hin und umarmen alle ganz herzlich und Ihr sagt Euch wie glücklich Ihr doch miteinander seit.

        Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie auch heute noch.

      • Fakten

        „Der Minderheitenschutz ist heute auf die neuen sprachlichen Minderheiten im Lande auszudehnen.“

        Warum? Der Minderheitenschutz ist geschaffen worden, um die deutsch- und ladinischsprachige Bevölkerung gegenüber der italienischsprachigen Mehrheit zu schützen. Notwendig ist das geworden, da das Territorium samt einheimischer Bevölkerung gegen den Willen der meisten Einwohner als „Kriegsbeute“ an Italien ging.
        Bei ihren „neuen“ sprachlichen Minderheiten hingegen gibt es keinen solchen Grund, warum diese in Italien oder Südtirol geschützt werden sollten. Wenn ich nach London, Tokyo oder Nairobi ziehe, erwarte ich auch nicht, dass ich dort als Minderheit geschützt werde, auch wenn ich das dort zweifelsohne bin. Wieso sollte das für jemanden anders sein, der freiwillig aus Spanien oder Indonesien nach Italien kommt? Und bitte kommen Sie jetzt nicht mit den Flüchtlingen, denn die sind eben das: Flüchtlinge. Sobald der Grund, der sie gezwungen hat ihre Heimat zu verlassen, aufhört zu bestehen, sollten und müssten sie dorthin zurückkehren. Warum also für diese (theoretisch) temporäre Situation Sonderrechte schaffen, die über die des Flüchtlingsstatus hinausgehen?

    • goggile

      weck vo diesn stieflstaaaaaaaaaaaaaat!!!!!!!!!

    • Franz

      Der islam und wir passen nicht zusammen
      .
      Ziel der ISIS Terroristen ist es die ganze Welt zu islamiesiern.
      Wie ein Dschihadist sagte: wir werden Rom erobern, entweder mit unseren Glauben oder mit unseren Waffen.
      Oder wie schon Mohamet und der President von Algerien Boumédiène an Gheddafi meint:
      Mohamet Nach Konstantinopel wird auch Rom islamisiert werden.
      Der Algerische Präsident Boumédiène an Gheddafi haben mehrmals prophezeit wie nach ihrer Sicht bzw. einen Spruch: Europa werde über den Bäuchen moslemischer Frauen islamisiert werden.

      http://www.secoloditalia.it/2014/09/magdi-allam-litalia-puo-essere-islamizzata-il-pericolo-ce-e-vi-spiego-perche/

      • Logo

        So wie wir uns von der Katholischen Kirche beherrschen lassen, könnten wir ohne weiteres auch mit dem Islam zu Recht kommen. Die Weltanschauungen der beiden sind sehr nah verwandt und finden ebenso beide im Judentum ihren Ursprung.

      • maxile

        Franz du triffsch den Nogl aufn Kopf.ISlamisiert werdn mir ueber die Baeuche va de islamischen WEiber.Mear wia Kinder mochn kenn de Mander und Weiber a net. Zi orbitn isch man jo zi faul.

    • georg

      aber hallo !!!
      es wird wohl nicht das gleiche sein , wenn italien seine zwangsweise annekteirten deutsch- und ladinischsprachigen gebiete , nach langen kämpfen und verhandlungen,unter besonderen schutz stellen musste , als freiwillig zugewanderten volksgruppen sofort die rechte einer unterdrückten minderhet zu gewähren.
      ich sage : zuerst sollten bestimmte migranten ( und ich meine in besonderen die moslems) sich ins gastgeberland integrieren und dann kann man eventuell schauen was möglich ist !!!

    • sois

      Geschützte Minderheiten nur wie lange möchte man die noch schützen ?
      bis immer mehr werden ?
      klar, Südtirol ist eine Minderheit, aber wir (unsere Vorfahren) sind nie umgezogen
      bzw waren nie Flüchtinge,
      sondern wurden von den Siegern eines Krieges von den Italienern überrollt …
      Deutschsprachverbot in der Öffentlichkeit, sogar Arbeitslager für die Lehrerinnen usw…

    • Ferdinand

      Die Provinz Bozen, neuerdings auch Südtirol genannt, als „Little Austria“ innerhalb Italien zieht touristisch sehr gut, sei es bei den italienischen Gästen wie auch bei den deutschen Gästen. Die Italiener lieben den exotischen etwas kuriosen österreichischen Flair und können sich noch ihrer Sprache bedienen, wenn es die politischen Scheuklappen des lokalen Touristikers erlauben. Die Deutschen kommen über den Alpen zu uns und lieben unseren südländischen Flair (deutsch-italienisch) mit Speckknödel und Pasta-asciuta, importiertem deutschen Bier, Kaffee nach deutscher Art und konsumieren massenweise unsere besten Weine, tipo „Bernhards-Trunk“ oder so ähnlich, und können sich ebenfalls in ihrer Sprache ihre eventuellen Reklamationen vorbringen.

      • Moritz

        Südtirol ist halt im Laufe der jahrhundertelangen Domination durch Österreich eingedeutscht worden, ansonsten würden wir rätho-romanisch oder ladinisch sprechen. Das kann man ganz eindeutig z.B. an den Flurnamen ablesen.

    • Ursula

      Niemand will bzw. soll sich integrieren, das können unsere lieben neuen Mitbürger von uns Südtirolern abschauen.
      Dann ist zu bedenken, dass wir autonom verwöhnte deutsch- und ladinischsprachige Bewohner der Provinz Bozen neuerdings immer von einer dinamischen Autonomie sprechen, die fortwährend an die neuen Gegebenheiten angepasst werden muss, und eine neue Tatsache ist die, dass neue ethnische Gruppen bei uns ansässig geworden sind und diese Menschen können nicht einfach ausgeschlossen werden von den autonomen Wohltaten, die wir für uns selber immer wieder aufs Neue geloben.

    • wipptoler

      Wenn
      Einwanderer auch noch als Minderheit geschützt werden müssen?
      isch des die Zukunft?

      jo welche Politiker hobn wir denn?

    • Erika G.

      Mal ehrlich: Wer fühlt sich wirklich geschützt und sicher in Italien? Die Bürger sind willkürlichen Beschlüssen von Regierungen und kriminellen Banden ausgeliefert. In Südtirol ebenso. Vor Wahlen können die Bürger wieder „Vollautonomieschlagwörter“ der Regierungspartei auf Plakaten lesen. Plakatierter Schutz sonst nichts.

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