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    Entlastete Betriebe

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    Rund 88 Millionen Euro weniger an Wertschöpfungssteuer IRAP werden Südtiroler Unternehmen im laufenden Jahr zahlen. Grund dafür ist die Herabsetzung der Bemessungsgrundlage der IRAP.

    Rund 88 Millionen Euro weniger an Wertschöpfungssteuer IRAP werden Südtiroler Unternehmen im laufenden Jahr zahlen.

    Grund dafür ist die Herabsetzung der Bemessungsgrundlage der IRAP, die – dies sieht der Vorschlag von Landeshauptmann Arno Kompatscher vor – das Land zur Gänze übernehmen wird.

    Das staatliche Stabilitätsgesetz sieht vor, dass Unternehmen künftig die Kosten für unbefristet eingestellte Arbeitnehmer von der Bemessungsgrundlage der IRAP abziehen können. „Eine Maßnahme, die natürlich die Unternehmen entlastet, die dadurch aber auch Mindereinnahmen für die öffentlichen Haushalte mit sich bringt“, so der Landeshauptmann.

    Laut Berechnungen der Finanzabteilung des Landes sinken allein für Südtirol die IRAP-Einnahmen durch diese Maßnahme um 88 Millionen Euro. „Das ist eine Summe, die für uns nicht ganz leicht zu verkraften ist, weshalb wir uns auch die Möglichkeit vorbehalten hatten, unsere IRAP-Sätze leicht anzuheben“, so Kompatscher.

    Der Landeshauptmann verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass Südtirol viel niedrigere IRAP-Sätze anwendet, als im restlichen Staatsgebiet zur Anwendung kommen. Und dabei, so die Kompatschers, soll es auch bleiben, wird die Landesregierung doch von der im Finanzgesetz verankerten Möglichkeit einer IRAP-Anhebung keinen Gebrauch machen: „Wir werden die im staatlichen Stabilitätsgesetz vorgesehene Entlastung hundertprozentig an die Unternehmen weitergeben“, so Kompatscher, der diesen Vorschlag am Dienstag  der Landesregierung vorlegen wird.

    Im Klartext: Der „normale“ Südtiroler IRAP-Satz wird – wie dies im Entlastungs-Paket der Landesregierung für die Unternehmen immer vorgesehen war – 2015 2,68 Prozent betragen, gleichzeitig sinkt dank des Abzugs der Kosten für unbefristet Angestellte die Bemessungsgrundlage. „Von der Entlastung werden demnach alle Südtiroler Unternehmen profitieren, vor allem aber jene, die für stabile Arbeitsplätze sorgen“, so der Landeshauptmann, der in der weiteren Entlastung auch einen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Südtiroler Wirtschaft und einen Impuls für den Aufschwung sieht.

     

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    Kommentare (18)

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    • Leo

      Echt jetzt? Wo zahle ich dann konkret weniger, den ich habe bis dato noch nichts davon gespürt. Im Gegenteil, es wird jedes Jahr mehr!

    • Visionär

      Arno von der Milliardenverschenkerpartei verspielt unsere Zukunft.

    • Peter

      Was hilft eine Entlastung, wenn man schon wieder damit liebäugelt, es auf der anderen Seite wieder einzutreiben.
      Was uns als Entlastung oder Hilfe verkauft wird, ist alles nur eine Augenauschwischerei.

      80 Euro mehr im Monat. (Müssen natürlich wieder versteuert werden) dafür höhere Steuern auf die Rentenerträge, die der Staat jetzt schon kassiert wir es aber erst in der Rente spüren.
      Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.
      Jede Entlastung heute, bringt eine Belastung morgen. Siehe MwSt.

      Dafür schenken wir dieser Bananenrepublik Mrd von Euro und sagen was für einen tollen Deal wir gemacht haben.

      Bravo

    • sussi

      Da bin ich auch Peter seiner Meinung,das Beispiel ist bei die Pellets zuerst kanst du die Ausgaben von der Steuer abschreiben und jetzt treibt er es mit der IVA wieder ein.

    • Karl

      Da man bei solchen Geschenken nie einen Kommentar von Renzler und Co hört bestätigt sich meine Meinung, dass es sich bei den SVP-Arbeitnehmern nur um eine Fata Morgana handelt.

    • Benjamin

      Es sind 9,4 Milliarden jährliches Steueraufkommen in Südtirol und Kompatscher redet von Steuererleichterung???
      Vielleicht zahlt er 2 Milliarden aus eigener Tasche?

    • Erika G.

      Dieses Steuergeschenk bestätigt, dass in Italien und Südtirol in den letzten Jahren der Rezession die Reichen immer reicher wurden. Weiters, dass Branchen in denen Gewinne erwirtschaftet wurden privatisiert und viele Kosten sozialisiert wurden.

    • Gregory

      Und wann werden endlich einmal die einfachen Arbeiter entlastet und die Mindestrentner und die Minderbemittelten, die tagtäglich den Unternehmern, den Bankiers, den Chefs und Chefmanagern zu ihrem Reichtum verhelfen?

    • Berni

      Dann mach Dich Selbständig , schaff ein paar Arbeitsplätze und Du wirst sehen wie Reich Dich Deine Arbeiter machen wenn dass schon so einfach ist!

    • christian waschgler

      Wertschöpfungssteuer – Der Staat kassiert Wertschöpfungssteuer. Was tut der Staat zur Wertschöpfung ??? Rein gar nichts – er behindert seine Bürger, stiehlt ihnen das ganze Geld aus der Tasche und nach 70 % an erpressten Steuern, Gebühren und Abgaben wird noch versucht auch noch die restlichen 30 % zu stehlen. Dabei frage ich mich schon lange, ob diese korrupte Bande überhaupt noch berechtigt ist Steuern zu kassieren, oder werden wir bereits vom Verbrechen regiert ? Und hat man die 70 % und die 30 % gestohlen, versucht man noch ob nicht irgendwo ein Beistrich fehlt dass man dem Bürger auch noch sein letztes Hemd stiehlt

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