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Halbiertes Sitzungsgeld

Halbiertes Sitzungsgeld

Bei einigen Bozner Gemeinderäten gibt es Unmut über die geplante Reduzierung der Sitzungsgelder für Ratskommissionen von 120 auf 60 Euro brutto. Auch die Festlegung der Zahl der Stadträte auf sieben stößt auf Widerstand.

von Thomas Vikoler

Die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit von 34 Stimmen wurde, das war bereits von vorne herein klar, am Mittwoch Abend im Gemeinderat nicht erreicht. Am Montag und Dienstag soll es einen weiteren Versuch geben, die Reform des Statuts der Gemeinde Bozen mit einfacher Mehrheit durchzubringen.

Der Stadtrat schlägt einerseits Anpassungen an die vom Regionalrat jüngst beschlossene Reform der Gemeindeordnung vor, andererseits einige eigene Änderungen.

Das Bozner Rathaus

Das Bozner Rathaus

Die einschneidenste davon:

Für die Teilnahme an Sitzungen von Ratskommissionen soll es in Hinkunft nur mehr die Hälfte des derzeitigen Sitzungsgeldes geben: 60 statt 120 Euro brutto.

Bürgermeister Luigi Spagnolli begründet die Halbierung mit Budgetzwängen, eine Gemeinderatssitzung, für die weiterhin 120 Euro Sitzungsgeld vorgesehen sind, sei zudem mehr „wert“ als eine Kommissionssitzung.

Darüber gibt es Unmut – auch bei Räten der Regierungsmehrheit. „Für eine Kommissionssitzung, die bis zu drei Stunden dauert, lediglich gut 30 Euro netto zu bekommen, ist etwas wenig“, beschwert sich ein SVP-Gemeinderat, der nicht namentlich genannt werden will.

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Kommentare (11)

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  • Hubert

    wenn jemand diese Entschädigung – denn ein Dienst an der Allgemeinheit kann doch nicht wirklich bezahlt werden sollen – zu wenig ist, der soll sich gefälligst aus dieser „Arbeit“ selbst entlassen, denn ihm ist das Geld wichtiger als die Anliegen einer Stadtverwaltung.
    Mangel an Interessierten gibt es ja nicht, dann lasst doch die Posten für Andere offen Ihr geldgeilen Säcke !

    • Andreas

      Die russische Putzfrau will schwarz mehr….

      Doch, der Dienst an der Allgemeinheit soll bezahlt werden und auch noch gut und nicht mit 30 Euro für 3 Stunden, was lächerlich ist.

      • Südtiroler

        Ok dann bezahlt alle Vereine welche Volontariatsmäßig für die Allgemeinheit arbeiten. Genau wegen solcher Einstellung, übernehmen immer weniger Personen diese Aufgaben…

      • Hubert

        Andreas, wenn Du davon ausgehst, was alles als „Dienst an der Allgemeinheit“ gesehen wird, dann ist dieser „Dienst“ meistens weniger als null wert.
        Wenn ich schon Deiner Auffassung folgen soll, dann komme endlich mit einer leistungsgerechten Tätigkeit und aber auch zumindest mit Verantwortlichkeit, von der von diesen Personen nie jemand etwas wissen will – im Gegenteil.
        Ich bleibe dabei: für das was sie leisten könnte bezahlt werden und da sind 30 € für drei Stunden oft viel zu viel !

    • Lituma

      Vielfach bleibt nach diesen Sitzungen ohnehin sonst nichts übrig als der Gestank von den Fürzen derer, die daran teilgenommen haben.

      • condor

        Nur wer tiefere Einblicke in die Arbeit bestimmter Gremien hat, kann die Wahrheit in so wenigen Worten so treffend ausdrücken. Vielleicht ist der Gedanke nicht unbedingt fein formuliert, aber es besteht nicht der geringste Zweifel, dass der Inhalt – leider – stimmt. Und dafür soll die Allgemeinheit zahlen.

    • sonia

      es brauch kein sitzungsgeld ,haben die Herren Damen nicht einen ,lohn ????
      vielleicht nicht zuwenig ?

  • Peter

    Vielleicht ist dies eine Gelegenheit, dass die politische Arbeit zur Ethik zurückfindet von der sie eigentlich ausgehen sollte. Vielleicht gelingt es unseren politischen Vertretern auf Landesebene diese Maßnahme auch auf Landes- und Regionalebene nachzuahmen.

  • Ein zahlender Bürger

    Dann wird die Biancofiore bei den Sitzungen noch öfter fehlen 😀

  • ander

    alles geld weg, diese ganzen blablatreffen bringen nix, nur noch mehr probleme, dienst an der algemeinheit?? so ein Depp

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