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    Stunden der Unsicherheit

    Stunden der Unsicherheit

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    Eine werdende Mutter im sechsten Monat musste am Sonntag nach einem schweren Sturz über fünf Stunden im Krankenhaus Bozen auf einen Ultraschall warten.

    Martin G.* zeigt sich immer noch fassungslos: „Wir müssten fünf Stunden auf eine Ultraschalluntersuchung warten und wussten nicht, ob unserem Kind etwas fehlt.“

    Martin G. war am Sonntag mit seiner schwangeren Freundin spazieren, als diese auf einem eisglatten Gehweg ausgerutschte und dabei schwer stürzte. „Sie ist mit dem Kopf auf dem Gehweg aufgeschlagen und hatte danach Schmerzen im Bereich des Kopfes, der Wirbelsäule und des Rückens“, erklärt Martin G. Nachdem ihnen Passanten wieder aufgeholfen hatten, machte sich das Paar auf den Weg ins Bozner Krankenhaus, um die Frau und das Kind untersuchen zu lassen. „Wir hätten auch ins Krankenhaus Meran fahren können, wo es normal schneller geht – aber wir dachten uns, wenn mit dem Kind etwas passiert ist, dann müssen wir eh nach Bozen“, so Martin G. Eine Entscheidung, die er jetzt im Nachhinein bereut.

    Lesen Sie in der Mittwochs-Ausgabe der TAGESZEITUNG, was das Paar auf der Ersten Hilfe Station im Bozner Krankenhaus erlebt hat. 

     

    *Name von der Redaktion geändert. 

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    Kommentare (46)

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    • hugo

      Soviel ich wieß, werden in der „Ersten Hilfe“ die schweren Fälle zuerst hergenommen

    • so is

      So geschehen in Bruneck. Eine Mutter geht mit ihrer Tochter am Samstag in die Erste Hilfe da ihr Kind starken Husten hatte. (Dies war kein normaler Husten das hat man auch so gehört). Sie wurde vertröstet nach Hause geschickt, nur ein Virus. Am Montag hatte das Kind immer noch starken Husten und Fieber über 39 °C. Sie gingen zum Kinderarzt der sie weiter ins Krankenhaus schickte. Zwar musste sie zur Untersuchung nicht lange warten. Röntgen, BP und Urinproben wurden gleich gemacht, sie wurde stationär aufgenommen. Doch…bis sie eine Diagnose vom Arzt bekam wurde es nach 21:00. Die Nachtdienstärztin hat die Frau dann aufgeklärt was ihr Kind hat und dies aber auch erst nach Nachfrage. Dem gesamten Tag kam kein Arzt um ihr zu sagen was das Kind hat. Schlimm solche Zustände. Und die peripheren Krankenhäuser sollen geschlossen werden? Wenn die „zentralen“ Krankenhäuser es so nicht schaffen? Schlechte Idee sehr schlechte Idee.

    • Andreas

      @hugo
      Man kriegt eine farbige Karte je nach Dringlichkeit, bei einer roten bist kurz vor dem Tod, die glaub ich will eigentlich keiner, bei einer weißen kann es den ganzen Tag dauern.
      Die paar Mal wo ich in BZ war hatte ich schon den Eindruck, dass sie die Reihenfolge nach ihrem Ermessen, was auch absolut richtig ist, jeder nimmt an, sein Fall ist der wichtigste, einhalten und die Fälle nach ihrer Schwere behandeln.

      Ob es sinnvoll wäre nach dem subjektiven Empfinden der Patienten zu entscheiden, da sie sonst zu einer Zeitung laufen, bezweifle ich mal, wobei der Artikel eigentlich zu wenig hergibt um in diesem Fall sich ein Urteil zu bilden.

      • Amigo

        50% der Menschen,die bei der Ersten Hilfe ankommt sind „Kranke“ ,die sich einfach OHNE angemeldet zu sein, dort melden, um einen eventuellen Termin aus dem Weg zu gehen, der Etwas länger dauern könnte! Dementsprechend ist es auch richtig, dass die akuten Fälle zuerst genommen werden! Doch Allen ist es eh nicht möglich, Recht zu machen und so würde ich die Aufnahmeregelung schon den Experten überlassen und nicht „Seine Dringlichkeit“ im Vordergrund stellen!!

      • Miró

        Howgh! Andreas, der alte Häuptling der Alpen-Indianer hat gesprochen.

      • hugo

        @ Andreas genau das wollte ich sagen.

    • Sepp 2

      So viel ich weiss, sollte man immer in Notfällen das Weiße Kreuz rufen, weil da hätte die Frau dann kaum warten müssen…

      fragt micht nicht wieso das so ist ? ? ?

      ich habe sebst mal vor jahren jemanden ins Bozener Spital gebracht und derjenige hatte einen Finger zu 99 % abgetrennt und musste sehr sehr lange warten…da kamen x Weiße kreuz wagen mit alten Leuten una alle wurden vorgelassen….
      ich konnte mir das damal auch nicht erklären, habe dann daraufhin jemanden vom weißen Kreuz gefragt und der hatte mir gesagt, dass man auf gar keinm fall einen schwer Verletzten selbst mit dem Auto ins Krankenhaus fahren sollte..

      aber dieser fall ist schon krass, bin mal gespannt was unsere Frau Stocker dazu sagt….weil mit sparen hat das ja nix zu tun…
      Und wenn man schon sparen muss, sollte man es den “ hohen Herren tun “ weil beim Fabi hat man ja auch nicht gesparrt, als er 2013 oder 2014 440.000 Euro hingeblättert hat, gut verdienen ist schon Ok aber solche Gelder sind nicht angemessen…

      • Andreas

        Solange die Gegenseite nicht anhört wird, ist so en Artikel eigentlich nur zum Polemisieren.
        Wenn man jemanden anklagt, sollte man so fair sein ihn auch zu Wort kommen zu lassen, dies würde aber den Gepflogenheiten der TZ widersprechen, da es eine objektive Berichterstattung wäre.

      • chris

        das stimmt ganz u gar nicht.
        es ist richtig, im Notfällen die Rettung zu rufen, das bringt aber keinerle „Geschwindigkeitsvorteilen“ ba der erste hilfe. Natürlich, der Patient wird sofort den Pflegern gemeldet (das Rettungswagen kann nicht stundenlang besetzt bleibn)
        die Behandlung danach folg aber das normale Dringlichkeitsprinzip.
        Persönlch kann ich mich überhaupt nie über die erste Hilfe beschweren, als freiwilliger und als patient

    • antigone

      Herr Pahl könnte sich mit seiner preussischen Konsequenz in die lazarettartige Bozner 1. Hilfeaufnahme freiwillig für 1 Tag anbinden. Herrn Pahl würden in dieser Zeit viele Ideen zur Lösung der vielen Probleme in der 1. Hilfeaufnahme im Bozner Spital einfallen (wofür die gehaltsfetten Fabis & Co. sich nie richtig einsetzten), wie man das halbtage lange Herumgeschiebe und Warten würdelos auf den Liegen halbwegs in den Griff bekommt. Er würde von den täglich 100 Patienten seine und seiner Mandatare abhanden gekommene Würde wieder erlangen und 1000en Gutes tun

    • wert

      Andreas ,du bist sehr, sehr wichtig !

    • ex Patient

      Alles was ich als Bozner noch hoffe , ist nie mit ernsthaften Problemen in der Ersten Hilfe in (……) zu landen. Das letzte Mal hatte ich mir schweren Koliken ganze 5 Stunden ausharren müssen, um dann mit einer Fehdiagnose in die falsche Abteilung geschickt und eingeliefert zu werden, wo man mir erst nach drei Tagen sagen konnte was es eigentlich war. Ein Nierenstein. Super Erlebnis sage ich euch

    • wipptoler

      Und
      schliesst die kleinen KH- hallo Frau Stocker!
      haben
      sie diese Nachricht von Bozen gelesen!
      da sollte scheinbar alles in Ordnung sein – dass ich nicht lache – arme Frau die wartet!

      sterzing- innichen und schlanders müssen erhalten bleiben!

    • Ortho

      Die farbigen Karten werden von den Damen am Anmelde schalter vergeben. Glaube nicht, dass die entscheiden können, wie dringend ein Fall ist. Kenne genügend Fälle, wo alte Leute mit wirklichen Problemen, stundenlang warten mussten.

      • Franz

        Wenn jemand mit Notarzt und Rettung eingeliefert wird, gibt es wohl die rote Karte, habe einmal etwas davon gehört, dass auch Migranten eine solche Karte bekommen, während eine alte Frau mit 90 Jahren eine Gelbe Karte erhält dauernd von anderen überholt wird weil ja immer wieder jemand mit einer roten grünen Karte oder ein Einwanderer vor geht. Und so kann es passieren , dass die arme Frau von 19:00 bis 02:00 im Wartesaal warten muss. ( Ein Realfall )

        • lena

          selten so an Stuss glesen! Wenn a Migrant an ernthoften Notfoll hot donn werd er zu Recht so a roate Korte kriagen terfn und wenns weaniger dringend isch, werd er genauso worten wia olle ondern. Es Olter isch do weaniger ausschlogggebend, sondern wia ernst die Loge van Patienten isch. Ober Haupsoche ollm glei a poor cazzate gegen die Ausländer loslossen, de sein jo sowieso für olles Schuld.

    • armin

      Landtag um die Hälfte der Personen kürzen und 20-50 Ärzte und Pfdlegekräfte mehr einstellen.
      Ich glaube da wär allen geholfen

    • Frage?

      Und das ist jetzt der Standard der Großeinheiten?

      Ist das die vielgerühmte Sicherheit des Mister Mayer und seiner Großspitäler?

      Warum wird man nicht einfach zum Bodenpersonal( Putzfrau) um einen Termin geschickt?

      Oder liegt es an der lausigen Ausrüstung der Gyn in BZ mit Gerätschaft?

      Ausrüstung richtungsweisend für Togo?

    • Beate

      Ich bin beeindruckt von dem vielen oberklugen Herumphilosophieren und -argumentieren!

      Es gibt 2 Fakten
      1. Schwanger im 6. Monat
      2. Auf Glatteis gestürzt
      Das müsste genügen, um sich sofort (!!) zu vergewissern, ob alles in Ordnung ist!

    • Martin

      2005 Fehldiagnose bei eingerissenem Kreuzband und daher 2 Monate in Ungewissheit und jede Menge Kosten … 2007 Beginn einer Talusnekrose,, sprich Knochen stirbt ab, nicht erkannt und nur durch Eigeninitiative und jede Menge Kostenaufwand noch auskuriert … 2011 über 2 Monate lang mit mehrfach gebrochenem Schlüsselbein alle 5 -6 tage zur Kontrolle antreten lassen, insgesamt etwas über 400€ Ticketkosten ohne eine Lösung des Problems, stattdessen wurde herumprobiert und experimentiert … schlussendlich ging ich nach etwas heftiger Diskussion nach Brixen wo man nur mit Kopfschütteln und grosser Verwunderung reagierte und mir innerhalb 3 Tagen eine Platte und 12!!! Schrauben eingesetzt wurden welche über das gesamte! Schlüsselbein ging. Seitdem meide ich Bozen …

    • Maxi

      Also wenn das kein dringender Fall ist, dann weiß ich auch nicht…..

    • asklepios

      Unser Sanitätssystem funktioniert gut, Dringlichkeiten werden bestens versorgt.
      In der heutigen Zeit muss auch für Routinefälle alles sofort und jetzt zur Verfügung stehen! Wir sind alle etwas verwöhnt…..

    • krankenhaus

      Mein Vater hatte sich vor 6 Jahren bei einem Unfall den Finger amputiert.
      Ich habe den Finger gleich in einen sterilen Sack mit Eis gepackt.
      Als mein Vater ins Krankenhaus Bozen kam warf die Aerztin den Finger in den Müll und gab ihm eine Beruhigungsspritze.
      Als ich den Vater ganz schwach bei der Ärztin vorfand wunderte ich mich.
      Die Ärztin lobte mich aber sagte bei dem Alter lohnt sich das nicht mehr.
      Danach hat sie meinen Vater noch „zusammengeschissen“ weil er durch den Schock zuviel fragte…
      Das soll kein Vorwurf sein aber wir leben in keiner guten Zeit

    • Hazard

      bitte direkt in die Geburtsanteilung gehen und sich dort an eine Hebame wenden. Man wird dann sofort untersucht. Ich kann es aus eigener Erfahrung sagen, weil uns so was ähnliches passiert ist.

      • Frage?

        Du musst einmal zur Hebamme kommen!

        Nach meinem „Schlüsselerlebnis“ in BZ erspare ich mir jeden Kommentar, weil dieser zu emotional ausfallen würde. Nur soviel, BZ ist für alle meine Frauen in meiner Familie was „Gyn“ betrifft, seit dem tabu!

    • lucky

      So eine lange Wartezeit dürfte unter normalen Umständen nicht passieren. Aber so mancher Sonn´- und Feiertag hat’s in sich. Zu viele Freizeitunfälle und zu wenig Mitarbeiter in den Krankenhäusern.

    • der andere

      Meine Frau hat die Geburt unserer kleinen Tochter im Krankenhaus Bruneck auch in aller schlechtester erinnerung … Ihre klagen wurden immer mit junge Mutter meckern immer am meisten abgetan bis sie am dritten Tag einen Blutdruck hatte dass alle zusammen gerannt sind. Auf dem Klo im Zimmer das von der anwesenden Ausländer Familie weil die werdende Mutter die Sprache nicht verstand, die übrigens nie nach Hause ging für alle Geschäfte benutzt wurde, das sie sauber machte hat es sie schließlich ungenauen… Zuhause durch Zufall nach selbst Entlassung in eigenregie eine fette Blasenentzündung diagnostiziert… Wenn sowieso Überall nur schmerzen und Blut wie sollte man darauf kommen… Ging es ihr dann schnell besser nachdem sie sich selbst Medikamente gekauft hatte….
      Meine 2jahrige Tochter eben diese schnitt sich nun vor kurzem in die Hand sodass genäht werden musste… Zwei Stunden mit einem weinenden Mädchen im Wartesaal beäugt von mitleidigen blicken der anwesenden den schnitt mit meinen Fingern zusammenpressend war auch kein spass … Die Farbe war halt nicht die richtige…
      Danach wurde ohne Narkose genäht da vorher gemurkst wurde … Klebeversuch ohne die zweijährige festzuhalten … Mussten wir sie halt zu 5t festhalten und wie gesagt ohne Narkose nähen…. Ich glaube man sollte in der Verwaltung sparen bei den obrigen und schauen dass genug anständige ärzte da sind das ist alles ein sauhaufen und Geld verschwendet häufen und sonst nichts und der Patient leidet

    • Düsentrieb

      Vorausgeschickt:
      Keine Vorurteile gegenüber „Ausländern“!
      Fakten:
      Termin für Röntgendiagnostik KH BZ
      93 jährige wird von Nichte im Altersheim abgeholt und per Krankenwagen zum Termin begleitet
      Wartesaal: ca. 20jähriger Marokkaner präsentiert sich, nachdem 45 Minuten der Termin “ überfällig“ war und wird SOFORT vorgenommen. Intervention der Begleitperson : Warum sofort dran?? weil ER zur Arbeit muss!!!!
      Die Begleitperson arbeitet auch und hat sich EXTRA dafür freigenommen!
      Fazit:
      Ungleiche Behandlung!

    • Walter Frei

      Südtirol ist kein gutes Pflaster für Schwangere!
      Frau Stock liegt das an IHNEN?Vielleicht neid…?

    • ackerboden

      Die schwangere Frau hätte besser auf ihre Gynäkologie gehen sollen, wo sie schon betreut wird.Dort kann man auch am Wochende schnell feststellen, ob das Kind Schaden genommen hat (was durch Sturz übrigens kaum vorkommt, da das Fruchtwasser wie ein Puffer schūtzt).
      Wenn es hingegen um die Verletzungen der Mutter geht, greift logischerweise das Ampelsystem nach Dringlichkeit in der Notaufnahme.Offensichtlich waren die Verletzungen nicht so gravierend, der Andrang wie gewohnt hoch, das Personal gering.
      Übrigens wäre die Frau sicher schneller untersucht worden, wenn nicht 70% der dort erscheinenden Leute sinnloswerweise auftauchen, weil sie nicht die guardia medica aufsuchen wollen, die am Wochende die Hausärzte ergänzen. Die eingeführte Bezahlung bei ungerechtfertigter Beanspruchung der Notaufnahme hat ja abschreckend nicht gewirkt, weil die lieben Patienten Rekurse dagegen eingereicht hatten.

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