Du befindest dich hier: Home » Politik » Die Gage des Präsidenten

    Die Gage des Präsidenten

    Die Gage des Präsidenten

    Der Bozner Gemeinderatspräsident bekommt im Jahr 37.839 Euro an Amtsentschädigung. Der Stadtrat will den Betrag trotz Sparzwängen bestätigen.

    (tom) Über die institutionelle Wichtigkeit eines Gemeinderatspräsidenten in Bozen lässt sich streiten. aut Statut hat er – außer der Einberufung der Ratssitzungen und die Festlegung der Tagesordnung – keine besonderen Aufgaben.

    Und erhält dafür dennoch jährlich stattliche 37.839 Euro brutto. Netto rund 2.000 Euro im Monat.

    Guido Margheri

    Guido Margheri

    Derzeit kassiert diesen Betrag SEL-Vertreter Guido Margheri, der Matteo Degli Agostini vor kurzem wegen dessen Häusliche-Gewalt-Affäre nachgefolgt ist. Ab Mai ist wieder ein SVPler an der Reihe.

    Der Bozner Stadtrat will die 37.839 Euro trotz Sparzwängen nun bestätigen.

    Ab Donnerstag befasst sich der Gemeinderat mit der Anapassung des Status an die jüngsten gesetzlichen Änderungen der Gemeindeordnung durch den Regionalrat. Dort heißt es, die Amtsentschädigung des Ratspräsidenten könne auf bis zu 50 Prozent des Gehalts eines Stadtrats reduziert werden.

    An diese 50 Prozent hält sich der Stadtrat, Maria Teresa Tomada (Fratelli d`Italia) geht die Reduzierung zu wenig weit. In einem Abänderungsantrag fordert sie eine Beschneidung um weitere 30 Prozent. Der Bozner Ratspräsident soll höchstens 20 Prozent der Amtsentschädigung eines Stadtrats erhalten. „Für jemand, der nicht einmal unterschriftsberechtigt ist, reicht das allemal“, findet Tomada.

    Für „ungerecht“ hält sie es hingegen, dass das Regionalgesetz eine Reduzierung der Amtsentschädigung für Gemeinderäte vorsieht, die an Kommissionssitzungen teilnehmen. Für den Gemeinderat gib es 120 Euro Sitzungsgeld, für die Kommissionen rund die Hälfte. Und beim Präsidenten soll sich nichts ändern…

    Clip to Evernote

    Kommentare (12)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • Oje

      Wenn die Gemeinde Geld braucht erhöht sie einfach die Steuern oder Müllgebühren (ZWANGSAbgaben).
      So einfach ist das! Um jemand ein leistungsloses Einkommen zu bescheren? Ist das gerecht?

    • Geats ins guet!

      Gemeinderatspräsident, Gemeinderatsvizepräsident, Gemeinderatsdirektor, Gemeinderatsvizedirektor, Gemeinderatsaufsichtsdirektor, Gemeinderatsvizeaufsichtsdirektor, Gemeinderatsverwaltungspräsident,
      Gemeinderatsverwaltungdirektor, Gemeinderatsvizeverwaltungsdirektor und und und….

      • Beitlschneider

        Und genau das ist unsere, von Parlamentariern, Landesräten und Landeshauptmann vielgepreßene Südtiroler Autonomiepolitik: eine erkaufte „convivenza pacifica“ – das „friedliche Zusammenleben der Sprachgruppen“ durch politische Aufteilung der schönen Einkommensbrocken in Gemeinde, Provinz und Region sowie in den „sottogoverno“ Posten, aber auch bei politisch zu besetzenden Ausschreibungen… Hauptsache immer schön paritätisch – nach Sprachgruppen, damit die Poltik a Ruah gibt. „Lei net rogeln“! Das hat schon Magnago gesagt. Aber das Volk schaut da seit Jahren nicht hin, weil es halt ein paar Brosamen abgekriegt hat: in Form politischer und anderweitiger Gefälligkeiten… Und jetzt heißt die politische Parole „parliamoci“! Bis auf ein paar Altmandataren geht das schnöde Spiel genau so weiter wie bisher. So wird unser Land regiert! Und so eine Autonomie wird dann anderen Ländern durch irgend welche Steckenpferdjuristen als Modell vorgestellt, bravo!

      • Amigo

        Brauchen Wir wirklich 116 Gemeinden in einem Landl, das nicht einmal soviel Einwohner hat, wie ein Vorort von Mailand?? Wenn das nicht Protzerei und Geldverschwendung ist!! Abgesehen, dass man mit Kleinstgemeinden eigentlich nur die Vetternwirtschaft und die Korruption fördert!!

    • Enrica

      Und wie hoch ist die Besteuerung der Amtsentschädigung? 60% steuerfrei und die restlichen 40% werden mit 10% versteuert? So wie die Enschädigung des Bürgermeisters?

    • Paulchen Panther

      Was sich die Herrn Bürgermeister einmal fragen sollten ist
      sie Frage wo die Bürger das Geld hernehmen um die Steuern
      zu bezahlen. Selber drucken dürfen sie es nicht, beim Arbeiten
      entsteht auch keines, also wo kommt das Geld her?
      Sollen sie es bei der Bank leihen, damit einige Gemeindeangestellte
      ein schönes Leben finanziert bekommen?

      http://m.youtube.com/watch?v=c8KlUkJoGeI

    • hilfsprojekt

      Wir möchten sie bitten ein Foto von ihnen nach
      Afrika zu schicken,um ihnen zu beweisen ,daß es
      schlimmere Schicksale gibt!

    • Lituma

      Warum man vor 22 Jahren per Gesetz das Amt des Gemeinderatspräsidenten „erfunden“ hat, ist schwer zu verstehen. Es hätte ruhig so bleiben können, wie es bis dahin war, nämlich dass der Bürgermeister auch dem Gemeinderat vorsteht. So müssen wir einen Amtsträger mehr bezahlen und gewonnen ist gar nichts. Vergeudetes Steuergeld!

    • gigi

      dass „ab Mai wieder ein Svp-ler an der Reihe ist“ ist ganz und gar nicht richtig!! mal schauen, wie die Wahlen im Mai ausgehen, dann wird neu gemischt und neu verhandelt. Zuvor war lange Jahre ein Grüner Präsi bzw. Vize
      Und nein, Gemeinderäte (auch in Bozen) sind keine Vollzeit-Politiker und bekommen auch kein fixes Gehalt, sondern „nur“ das Sitzungsgeld, und das wird je nach Einkommensklasse (27% aufwärts) voll besteuert.

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Kontakt

    Nach oben scrollen