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    Teurer Risikosport

    Teurer Risikosport

    Mit einer Haftpflichtversicherung für Risikosportler könnte dem Verursacherprinzip Rechnung getragen werden und das öffentliche Gesundheitswesen entlastet werden. Wie die kanarischen Inseln das Problem lösen.

    In Südtirol fallen jährlich unzählige Rettungseinsätze für Personen an, die sich bei der Ausübung von Risikosportarten verletzen. Allein 2013 wurden laut Landesgesundheitsbericht von den Südtiroler Landesrettungsverbänden 62.215 Einsätze durchgeführt und dabei 63.694 Personen transportiert. Die Kosten dieser Einsätze sowie die anschließenden Behandlungskosten in den Krankenhäusern werden gänzlich von der öffentlichen Hand und damit vom Steuerzahler bezahlt.

    Mit einer Haftpflichtversicherung für Risikosportler könnte dem Verursacherprinzip Rechnung getragen werden und das öffentliche Gesundheitswesen entlastet werden.

    Dem Südtiroler Gesundheitswesen stehen wegen der notwendigen Sparmaßnahmen große Reformen bevor, die sicherstellen müssen, dass es auch in Zukunft finanzierbar bleibt. In diesem Reformprozess sollte auch darüber nachgedacht werden, ob es wirklich Aufgabe der öffentlichen Hand ist die hohen Rettungs- und Behandlungskosten bei Unfällen von Freizeitsportlern zu tragen. So ist die Notaufnahme in den Südtiroler Krankenhäusern im Winterhalbjahr zu den Wochenenden regelmäßig mit vielen verletzten Skifahrern stark überlastet.

    Seit Jahrzehnten ist beim Autofahren eine Haftpflichtversicherung zwingend vorgeschrieben.

    Ein verpflichtender Versicherungsschutz könnte auch für Risikosportarten vom Gesetzgeber eingeführt werden und damit das Verursacherprinzip voll zum Tragen kommen, so das WIFO der Handelskammer in einer Aussendung. Die Logik dahinter: Wer sich freiwillig in Gefahr begibt und eine risikoreiche Sportart ausüben will, der soll die Kosten von Rettungseinsätzen und von notwendigen Behandlungen über eine Haftpflichtversicherung decken.

    HK-Präsident Michl Ebner

    HK-Präsident Michl Ebner

    Auf den kanarischen Inseln wurde 2013 von der Regionalverwaltung gesetzlich festgelegt, dass Rettungseinsätze für Risikosportler nicht mehr vom öffentlichen Gesundheitswesen finanziert werden. In Zukunft sind laut Beschluss der „Generaldirektion für Sicherheit und Notfall der Kanarischen Regierung“ deshalb gewerbliche Anbieter von risikoreichen Sportarten sowie Privatpersonen verpflichtet eine spezielle Versicherung abzuschließen, welche die Rettungskosten übernimmt.

    Der Artikel 171 des kanarischen Regionalgesetzes von 2013 enthält die genaue Liste der von der Regelung betroffenen Sportarten: Tauchen, Langstrecken-Schwimmen, Windsurfen, Kitesurfen, Wasserski, Wakeboard, Wakesurf, Jet-Ski, Boogie-Boarding, Surfen, Rafting, Hydro, Kanu, Rudern, Canyoning, Bungee-Jumping, Kite-Buggy, Quads, Klettern, Höhlenforschung, Mountainbiking, Motocross, Toto-Trial, Geländereiten, Skifahren, Snowboarden, Paraski, Snowbike, Ballonfahren, Fallschirmspringen, Base Jumping, Ultraleicht-Fluggeräte mit und ohne Motor, Paragleiten, Drachenfliegen und Parasailing.

    Handelskammerpräsident Michl Ebner ist überzeugt: „Das Beispiel Kanarische Inseln zeigt, dass eine gerechte Versicherungsregelung bei Risikosportarten machbar ist.  Deshalb sollte auch das Südtiroler Gesundheitswesen diesem Beispiel folgen und den Steuerzahler dadurch entlasten.“

     

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    Kommentare (32)

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    • hahaha

      Aber wer raucht wie ein Schlot, wird weiter gratis behandelt werden…..

    • pulti

      und eine für jeden der sich im Haushalt betätigt, damit jeder der den Rasenmäher bedient oder auf eine Leiter steigt auch gleich versichert ist, denn die meisten Unfälle passieren ja im eigenen Haushalt. Ich bezahle doch nicht die Behandlung meines ungeschickten Nachbarn!

    • Achfredlachned

      @hahaha… und wer sauft wie ein Kamel, wird weiter gratis behandelt werden…

    • Erich

      Herr Ebner, ihre Zeit ist um. Das Risiko mit ihnen an der Spitze in der HK ist groß? Sie bekommen bereits jetzt eine Abgeordneten Pension? Danken sie endlich ab, bevor sehr viele Südtiroler Sie als Risiko einschätzen.

    • ThomasO

      Ach so, man nimmt sich was einem gerade passt, oder?! Die kanarischen Inseln haben auch viel mit Südtirol zu tun.

      Man könnten dann auch für die Politikergehälter die kanarischen Inseln als Vorbild nehmen (wird dann natürlich nicht gemacht, Südtirol sind nicht die kanarischen Inseln). Oder bei den Wohnungspreisen, könnten wir uns einfach an Nachbarprovinz anlehnen, wo die Wohnungspreise deutlich nieder sind.

      Dieses opportunistische Verhalten kotzt mich langsam wirklich an!!!!!!!!!!!! Macht Politik für das Volk!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    • Rasputin

      Im Sommer, alle Wochen ein verletzter oder toter Bauer, wer zahlt diese Spesen?????

      • karl

        dein Kommentar zeigt von wenig Bildung und übrigens bezahlt der bauer für seine Tätigkeit eine Versicherung im Gegensatz zu all den Radfahrern skifahrern Bergsteigern, die ihre Versicherung auch nur für ihre arbeit bezahlen . wir sprechen hier von unfall

    • Erich

      Ebner das „svp Zeitungskasperl“ Südtirols? Bei der HK haben sie, Herr Ebner noch keine Maßnahmen getroffen, dass sie in Zukunft finanzierbar bleibt. Bitte nicht mit Beitragserhöhungen kommen und den Steuergeldern der Bürger. Sie als „gescheiter“ Unternehmer müssten doch viele gute Ratschläge haben? Wahrscheinlich haben ihnen das Aussitzen vieler Jahrzehnte in Rom und Brüssel den Bezug zu Realitäten der Bürger endgültig genommen. Ihre Kommentare, Herr Ebner lassen alles andere als auf Kreativität schließen.

    • Christian

      Den defizitären Flugplatz sollen die Südtiroler weiterhin finanzieren. Wird die Studie über den Flugplatz Bozen unter Verschluss gehalten?

    • Peter

      Gibt es den „Michl“ noch? Ab und zu lässt „Michl“ einen „Furz“ los.

    • Ando73

      Jo und bescheuerte Politiker behondl mo in Zunkunft so wia do Kim Jong un odo wia?

    • wipptoler

      i melch sie decht
      die Versicherungen und warscheinlich verdient da der
      Ebner dazu

    • karl

      selten aber hier hat EBNER recht

    • roadrunner

      hm, wie soll denn das zu bewerkstelligen sein? Was ist denn ein Risikosport und was nicht? Verletzungsgefahr gibt es überall. Wenn es heißen würde, Extremsport, dann könnte ich dem noch was abgewinnen, aber so muss man ja bald auf das Wandern verzichten, denn man könnte bei all den Steinen ja umknicken…

      • . . .

        Dann besser keinen Sport machen weil die Extra-Versicherung für einige nicht zu finanzieren ist?
        Und wenn ich einmal lust habe EINMAL einen Klettersteig zu gehen und ich mich genau dann verletze? Muss ich dann selber blechen?
        Gibt es eine Versicherung gegen unfähige Politiker?

    • Peter

      Verhalten sich Versicherungen gerecht?

    • countdown

      wahrscheinlich ist ebner bei einer versicherung groß eingestiegen und verkauft dann in schnals die tageskarte inklusive versicherung im paket

    • Peter

      Interessant wie Ebner in das Gesundheitsbudget greift, um womöglich den extrem teuren „HK – Glaspalast und Verwaltungsapparat“ finanzieren zu können.
      Interessant wie Stocker Ebner untertänig zur Seite steht. Auch bei den Millionen von der Region zur HK hatte Stocker ihre Fingerchen im Spiel, als Pardeller dagegen gestimmt hat. Stocker eine „Mariontte“ von Ebner?

    • Daniel L.

      Der teuerste „Sport“ der svp Politiker, wenn sie Milliarden von Euros an Rom ohne substantielle Zugeständnisse abtreten.

    • Sympathisant

      Des isch jo long schun übofällig !!!!
      Denkt amol af de Leit wos olle Wochn leit von Lawinen ausaziechn und sich selbst einer großen Gefahr aussetzen.

    • chris

      Schamen Sie sich Herr Ebner. Schamen Sie sich. Gonz komod, nur das zu sehen, was man will.
      Nennen Sie uns wie hoch die Steuer auf den Kanarischen Insel sind…sagen Sie uns wieviele unfähige Politiker millionenschwere Gehälter und Renten auf den kanarische Insel bekommen..
      Erst dann kann man mit diesem Blödsinn weiterreden.

    • warpet

      risikosportler haben ohnehin schon eine versicherung, nicht in jedem land wird die rettung nämlich vom steuerzahler bezahlt, weshalb man sowiso vorsorgen muss wenn man auch mal das land verlassen will (nord/ost-tirol z.b)

      ansonsten werde man mitglied bei AVS oder/und weissem kreuz. kosten sind vernachlässigbar und schon ist zumindest die teure rettung gedeckt.

      ich sehe hier das problem nicht wirklich. herr/frau steuerzahler sollte von der idee eigentlich angetan sein.
      die idee ist gut. anstatt den steuerzahler zur kasse zu bitten, bittet man die versicherung die es ohnehin schon gibt.

    • PROF:

      Ich wäre neugerig was eine Haftpflichtversicherung kosten würde,wenn man alles versichern will.1)Rettungseinsatz,Fahrzeuge,Hubschrauber usw.
      2) Krankenhaus-Aufenthalt,Operationen usw.
      Haftpflichtversicherungen gegenüber Dritte muß und soll auch Vorschrift werden,denn es sind noch viel zuviele Familien und Einzel-Personen nicht versichert und das ist noch Verantwortungsloser!! Nebenbei sind solche Versicherungen äusserst günstig:

    • PROF:

      @chris
      Haftpflichtversicherung übernimmt nicht nur materielle Schäden,sondern auch Krankenhaus -Aufenthalte,Operationen ,Invalidität usw.
      Unfälle verursacht von anderen passieren täglich vor allem im Winter auf den Schnee-Pisten,wer bezahlt dann Rettung, Krankenhaus usw. wenn der Verursacher nicht versichert und mittellos ist?

    • Frage?

      PROF????? Gehts noch

      Solche Vorkommnisse kann nur eine Heil-,Berge-und Pflegeversicherung im Unfallsfall decken!

      Aber in Südtirol kennen natürlich weder der Handelskammerboss(sehr wichtig), die Frau Landesrat für Soziales und Gesundheit(ganz,ganz wichtig) und einige Redakteure TZ/RAI/STOL nicht den unterschied zwischen einer
      Haftpflicht / entsteht durch fahrlässiges Verhalten gegenüber Dritten
      und einem Unfall!

      Unfall ist ein Ereignis das mechanisch,chemisch, oder durch Strahlung von AUSSEN , plötzlich, vom Willen unabhängig auf eine Person einwirkt!

      Verunfallt also jemand, dann würden die Heil-Berge- und Behandlungskosten zu seiner normalen Lebensführung gehören und er/sie müsste diese Kosten übernehmen, falls diese nicht durch eine gesetzliche Versicherung gedackt wäre! Genau für diesen Fall ist die UNFALLVERSICHERUNG zuständig!

      Aber die gscheite Frau Oberlehrerin, die dazu noch Germanistik studiert hat, kennt anscheinend den Begriff nicht!

      Bei den Redakteuren bin ich da nachsichtig, die schreiben auch von ALPTRAUM und nicht von ALBTRAUM wie beim „Schneebericht“ vom Rosskopf.

      Also ganz einfach:

      UNFALLVERSICHERUNG für Berge-(Bergrettung/Hubschrauberflug/Krankentransport),Heil-(Taggeld),Behandlungskosten(beim Arzt oder Spital)

      eine

      HAFTPFLICHTVERSICHERUNG (im Rahmen der Haushaltsversicherung) deckt nur dann wenn jemand auf der Schipiste jemanden zu Sturz bringt und dieser geborgen und abtransportiert und behandelt werden muss! So wie es eben bei eine Autohaftpflicht ist!

      Wo man eine solche UNFALLVERSICHERUNG abschließen kann, kann man einfach googlen!

      TIPP für die Frau LR die ja so von der Europaregion Tirol schwärmt:

      Einfach bei den Amtskollegen im Norden anfragen!

    • reinhard

      …. wenn Frau Stocker von der Sanität das Thema anspricht ist das ja gerechtfertigt….
      aber der WIFO…. bitte was hat der WIFO mit dieser Geschichte zu tun, außer dass die Versicherungsgesellschaften auch in die Handelskammer einzahlen…
      Herr Ebner sollte sich um die Belange der Unternehmer kümmern, da hätte er genug zu tun…

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